Aus dem Spanischen von Alix Arnold und Gabriele Schwab. Sozialrebell, Geldfälscher, Bandit, moderner Robin Hood - die Liste der Titel, mit denen Lucio Urtubia beehrt wurde, ist lang. Sein Leben, das wie ein Abenteuerroman klingt, ist ein Spiegel der revolutionären Bewegungen Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Fast ungläubig fasst Helmut Höge den Kampf des baskischen Anarchisten Lucio Urtubia zusammen, der in seinen Memoiren schildert, wie er in den 50er Jahren massenhaft gefälschte Travellerschecks druckte um damit militante Bewegungen wie die IRA oder die ETA zu unterstützen. Die damit massiv geschädigte Citybank, eines der "übelsten Finanzinstitute" der Welt, wie der Rezensent meint, ließ sich nach dem Auffliegen Urtubias und seiner Genossen auf einen Vergleich ein und entschädigte ihn gar für seinen Geschäftsverlust, so Höge verblüfft, der ebenfalls registriert, dass der gelernte Fliesenleger später in Frankreich für seine Untergrundarbeit öffentlich geehrt wurde.
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