Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Keith Ovenden

Eine Art Vermächtnis

Roman

Cover: Eine Art Vermächtnis

C. H. Beck Verlag, München 2000
ISBN-10 3406460593
ISBN-13 9783406460593
Gebunden, 260 Seiten, 19,50 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Christa E. Seibicke. An einem Sonntag wird Moser tot in seinem Bett aufgefunden. Neben dem 39jährigen findet sich ein leeres Aspirinfläschchen und ein Umschlag mit dem Namen seiner Frau: Vita. Philip, der engste Freund des Toten, beginnt Mosers Leben aus Einzelstücken zusammenzusetzen: die ungeklärte Herkunft aus einer jüdischen Arbeiterfamilie, sein Studium der Mikro- und Evolutionsbiologie, dem er sich bis zu seinem Tod mit fast zwanghaftem Eifer gewidmet hat, seine Freundschaft und Ehe mit der schönen, geheimnisvollen Vita, die bereits einige Jahre vor ihm starb. Während seiner Beschäftigung mit Mosers Leben stellt sich Philip immer häufiger die Frage: Was macht die Biographie eines Menschen wirklich aus?

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Eine Art Vermächtnis - Info bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2001

Zuerst die Stärken des Buches. Mit dem Reichtum an atmosphärischen und thematischen Schichten, die Jörg Häntzschel in diesem Roman entdeckt, kommt der Autor gut zurecht, elegant und mühelos, wie Häntzschel es ausdrückt. Und das war's dann auch schon. Folgt die Skizze eines verunglückten Stoffes, vom Rezensenten mit Bedauern für uns aufgezeichnet: Was der Autor uns an Topoi zu bieten habe, schreibt er, ist hinlänglich bekannt, die Sprache voller Klischees (und dazu "hölzern" übersetzt) und der Held eine wenig überzeugende Figur - agierend zwischen "intellektuellem Höchstniveau" und großspuriger Phrasendrescherei.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.01.2001

Männerbündnisse hätten Konjunktur, meint Martin Krumbholz, und mittlerweile seien auch die älteren Jahrgänge von dieser modischen Welle erfasst. In Ovendens Roman ist das Bündnis enger gefasst: es handelt sich um eine Männerfreundschaft, zu zweit, angesiedelt im akademischen Milieu. Das Männerbündnis, so vermutet Krumbholz, bilde das Gegengewicht zur klassischen Familie, wo doch eigentlich die Frau die Zügel in der Hand halte. Beim Männerbündnis sei die Frau hingegen praktischerweise meist abwesend: jagt ihrer Karriere nach oder verstirbt einfach. Während die einen also ihr Leben leben, reflektieren die anderen dieses kenntnisreich in ihrem Bündnis, weshalb sie darüber ihr Leben verpassen, fasst Krumbholz etwas entnervt am Ende zusammen. Für ihn hätte die Geschichte ruhig etwas "weniger spleenig, eitel, akademisch" erzählt werden dürfen. Ein neuer "Doktor Faustus" der britischen Gegenwartsliteratur sei dabei nicht herausgekommen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren