Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Sahl

Die Wenigen und die Vielen

Roman

Cover: Die Wenigen und die Vielen

Luchterhand Literaturverlag, München 2010
ISBN-10 3630872921
ISBN-13 9783630872926
Gebunden, 366 Seiten, 22,95 EUR

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Klappentext

In seinem einzigen Roman erzählt Hans Sahl die Geschichte eines Schriftstellers, der zur Flucht aus Nazi-Deutschland gezwungen wird, kreuz und quer durch Europa gehetzt wird und bei seiner glücklichen Ankunft in New York das eigenartige Gefühl nicht abschütteln kann: Das Exil werde ich nie mehr hinter mir lassen... Es ist die abenteuerliche Geschichte eines Berliners Dichters, der, weil er die falschen Bücher las und schrieb, vor allem aber, weil er ein Jude war, durch halb Europa gejagt wurde, bis er sich schließlich in Amerika in Sicherheit bringen konnte.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Hans Sahl: "Die Wenigen und die Vielen" - Leseprobe bei Luchterhand

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2010

Wolfgang Schneider überschlägt sich angesichts dieses Romans von Hans Sahl. Er nennt es ein Hauptwerk der Emigration, Panorama des Umbruchs von 1933, große Prosa. Dass der Autor eigentlich Feuilletonist gewesen ist, wie Schneider informiert, merkt er dem Buch insofern an, als der Rhythmus und die Pointen sitzen und die Epoche sich in jedem Detail zum Fazit rundet. Dabei entgeht Schneider nicht, wie Sahl hier seine eigene Geschichte erzählt, von Verfolgung und Flucht und Exil und von den Erinnerungen an das verlorene, bald von Schrecken geprägte Leben im Berlin der Weimarer Zeit. Was das Buch insbesondere leistet, sagt Schneider auch: Es kann historische Atmosphäre transportieren, so weit das eben geht. Doch dahinter steht sogleich das analytische Vermögen des Autors, wenn er die Figuren den Wandel im Umgangston, in den Gesichtern konstatieren lässt. Für Schneider leisten die Episoden und Figurenporträts so politische Deutungsarbeit. Erst danach kommt die Handlung.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren