Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Friedbert Pflüger

Richard von Weizsäcker

Mit der Macht der Moral

Cover: Richard von Weizsäcker

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2010
ISBN-10 3421044457
ISBN-13 9783421044457
Gebunden, 288 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Richard von Weizsäcker hat als Regierender Bürgermeister von Berlin und als Bundespräsident deutsche Geschichte geschrieben. In einem von Sympathie getragenen Porträt stellt sein Wegbegleiter und ehemaliger Mitarbeiter Friedbert Pflüger die prägenden Ereignisse und großen Themen im Leben des über alle Parteigrenzen hinweg hoch geachteten Politikers vor. Bis heute ist Richard von Weizsäcker einer der beliebtesten und angesehensten deutschen Politiker. Als Regierender Bürgermeister des geteilten Berlins und danach als Bundespräsident, in dessen Amtszeit (1984 bis 1994) der Fall der Mauer und das Ende des Kalten Kriegs fielen, stand er lange Zeit im Mittelpunkt des deutsch-deutschen Geschehens. Wie kaum ein anderer Politiker hat Weizsäcker das Bild Deutschlands im Ausland geprägt und die deutsche und europäische Einigung begleitet und gestaltet.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Friedbert Pflüger: Richard von Weizsäcker - Leseprobe bei der DVA

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2010

Dass die Lichtgestalt Richard von Weizsäcker im Buch seines ehemaligen Pressereferenten Friedbert Pflüger nicht als moralische Wachsfigur erscheint, sondern als durchaus schwieriger Mensch und Chef, hält Franziska Augstein schon für einen Gewinn. Weniger begeistert zeigt sie sich in Anbetracht der Tatsache, dass Pflüger für seine anekdotenreiche, stellenweise im "Kammerdienerton" gehaltene Anekdotensammlung aus dem Zentrum der Macht bei sich selbst abgeschrieben hat. Das zu Weizsäckers Neunzigstem erscheinende Buch erkennt sie als gekürzte, teilweise aktualisierte Version von Pflügers "Porträt aus der Nähe" von 1990. Und zu allem Überfluss findet Augstein Pflüger auch nur wirklich witzig, wenn er mal selbstironisch ist.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2010

Rezensent Rainer Blasius bespricht die drei Biografien auf einmal, mit denen Altbundespräsident Richard von Weizsäcker zu seinem neunzigsten Geburtstag von den beiden Journalisten Hermann Rudolph und Gunter Hofmann sowie seinem einstigen Mitarbeiter Friedbert Pflüger bedacht wird. Allen drei besprochenen Biografien gemein ist seiner Ansicht nach, dass sie flott geschrieben sind, dass sie weder dienstliche noch private Unterlagen aus Weizsäckers Archiv heranziehen und dass sie weidlich aus einem von Heribert Schwan und Werner Filmer herausgegebenen Sammelband schöpfen. Hinsichtlich Friedbert Pflügers Buchs lässt er es sich nicht nehmen, an den Spott zu erinnern, mit dem andere dessen Vorgängerausgabe belegten ("Kammerdienerperspektive"). Was er aber durchaus interessant zu finden scheint, ist, was Pflüger über die Vorbereitungen zu der berühmten Rede zum 8. Mai 1985 erzählt, die als moralisch-rhetorisches Glanzstück in die Annalen der Bundesrepublik einging: Offenbar plante Weizsäcker nämlich, bei diesem Anlass die Begnadigung von Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess zu fordern - was Pflüger als Weizsäckers damaliger Referent verhindert habe.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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