Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Richard von Weizsäcker gehört zu den herausragenden deutschen Politikern der Nachkriegszeit und zu den wenigen, die weltweit Gehör gefunden haben. Sein Wirken als Bundespräsident hat, nicht zuletzt durch die Rede zum vierzigsten Jahrestag des Kriegsendes, Maßstäbe gesetzt, er selbst ist zu einer geistig-moralischen Autorität geworden. Hermann Rudolph, Herausgeber des "Tagesspiegel", begleitet den Lebensweg Richard von Weizsäckers seit Jahrzehnten. Daraus erwachsen ist diese Biografie. Der Autor schildert nicht nur Weizsäckers Familiengeschichte, seine Herkunft aus dem württembergischen Bildungsbürgertum, sondern auch die Erlebnisse des jungen Soldaten im Russlandfeldzug, seine Karriere in der Wirtschaft und sein kirchliches Engagement, die beide in eine glänzende politische Laufbahn mündeten: erst als Regierender Bürgermeister von Berlin, dann als ein Bundespräsident, der dem obersten Staatsamt ein Gewicht und eine Ausstrahlung gegeben hat wie außer ihm nur noch Theodor Heuss.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2010
Ein Buch ohne eigene Botschaft musste Franziska Augstein da lesen. Dabei hätte der Anlass (von Weizsäckers neunzigstem Geburtstag) sicher etwas mehr Mühe gerechtfertigt, so legt die Rezensentin dem Leser ihrer Kritik nahe. Dass Hermann Rudolph sich für seine Weizsäcker-Biografie reichlich und ohne Fußnoten bei den Erinnerungen des Altbundespräsidenten bedient, wie Augstein feststellt, ist eigentlich unerhört. Zumal, wenn es so offensichtlich geschieht. Augstein entdeckt dieselben zitierten Autoren, dieselben Episoden, ja sogar einen ähnlichen Aufbau und belegt dies auch. In diesem Fall aber greift die Rezensentin dann doch lieber zum "konkreteren" Original.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2010
Rezensent Rainer Blasius bespricht die drei Biografien auf einmal, mit denen Altbundespräsident Richard von Weizsäcker zu seinem neunzigsten Geburtstag von den beiden Journalisten Hermann Rudolph und Gunter Hofmann sowie seinem einstigen Mitarbeiter Friedbert Pflüger bedacht wird. Allen drei Biografien gemein ist seiner Ansicht nach, dass sie flott geschrieben sind, dass sie weder dienstliche noch private Unterlagen aus Weizsäckers Archiv heranziehen und dass sie weidlich aus einem von Heribert Schwan und Werner Filmer herausgegebenen Sammelband schöpfen. Die vom Tagesspiegel-Herausgeber Hermann Rudolph verfasste Biografie bezeichnet Blasius als die "konventionellste" unter den drei Neuerscheinungen. Er sieht Weizsäcker hierin als freisinnigen Politiker dargestellt, als "Zeitzeugen und Deuter in einem". Dabei betrachte Rudolph Weizsäckers Beteuerungen mit Skepsis, sein Vater Ernst von Weizsäcker, unter Hitler Staatssekretär im Auswärtigen Amt, habe von der Judenvernichtung nichts gewusst und wollte in seinem Amt nur Schlimmeres, zumindest aber einen Krieg gegen die Westmächte, verhindern, wie Rezensent Blasius darstellt. Bemerkenswert auch Rudolphs Beobachtung, dass Weizsäcker, der in den Achtzigern einen wichtigen Gegenpol gegen Bundeskanzler Kohl darstellte, mit dem Mauerfall seine "orientierende Kraft" einbüßte.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








