Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Vincent Klink

Sitting Küchenbull

Gepfefferte Erinnerungen eines Kochs

Cover: Sitting Küchenbull

Rowohlt Verlag, Reinbek 2009
ISBN-10 3498035460
ISBN-13 9783498035464
Gebunden, 219 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

"Koch ist der elendste Beruf, wenn du mittelmäßig bist, aber es ist der schönste Beruf, wenn du gut bist. Dann steht dir die Welt offen. Du bist immer in der Nähe der Reichen und immer dort, wo die Sonne scheint!" Das prophezeit Vater Klink seinem halbwüchsigen Sohn Vincent. Der bringt es tatsächlich bis zum Michelin-Stern. Doch wie wird man überhaupt zum Spitzenkoch? Und ist dessen Berufsalltag wirklich so glamourös? Klink erzählt von seinem Leben als einer Schule des Geschmacks, durch die er gegangen ist. Speisen und Gerüche einer schwäbischen Kindheit werden lebendig, wenn er von seinem Vater berichtet, einem Landtierarzt, der sich von den Bauern immer auch in Naturalien bezahlen ließ; oder von Hausschlachtungen und der Völlerei bei Familienfeiern. Er gibt Einblicke hinter die Kulissen deutscher Gourmetrestaurants, berichtet von seinen Lehrjahren bei despotischen Küchenchefs, von blasierten Kellnern, saufenden Hilfsköchen und Gästen mit gutsherrlicher Attitüde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.01.2010

Ganz großes Vergnügen hat dem Rezensenten Jakob Strobel Y Serra die Lektüre dieser Autobiografie des bodenständigen Sternekochs Vincent Klink bereitet. Umso erstaunlicher findet er das, als im Leben Klinks wirklich überhaupt nichts weiter Spektakuläres passiert ist. Die Laufbahn ist gerade, führt aus gutem Elternhaus in gute Küche, also, genauer gesagt, in die von Kling betriebene Stuttgarter "Wielandshöhe". Gelungen ist das Buch, so Strobel y Serra, aus einem recht einfachen Grund: Vincent Klink kann schreiben, er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und präsentiert sich nicht als Zentrum, sondern eher als "staunender Beobachter" des eigenen Lebens. Und wenn er fertig erzählt hat, dann bleibt, freut sich der Rezensent, das Ende naturgemäß offen, weil das Leben des Kochs ja noch weitergeht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren