Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Veronika Zangl

Poetik nach dem Holocaust

Erinnerungen - Tatsachen - Geschichten

Cover: Poetik nach dem Holocaust

Wilhelm Fink Verlag, München 2009
ISBN-10 3770544676
ISBN-13 9783770544677
Gebunden, 232 Seiten, 26,90 EUR

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Klappentext

Welche literatur- und kulturwissenschaftlichen Voraussetzungen definieren die Möglichkeiten und Grenzen von (literarischen) Repräsentationen des Holocaust? Dieser Frage geht die Untersuchung auf der Grundlage von vergleichenden Analysen nach und stellt damit einen kulturwissenschaftlichen und poetologischen Rahmen zur Verfügung, in dem das Korpus von Holocaust-Texten situiert werden kann. Die Gegenüberstellung von Erzähltheorien der Moderne und Postmoderne mit poetologischen Reflexionen von u.a. Imre Kertesz und Jorge Semprun eröffnet die Möglichkeit einer Poetik, die den gewalttätig unterbrochenen Wirklichkeits- und Weltbezug mit Hilfe der Einbildungskraft in den erzählenden und erzählten Text einschreibt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.2009

Klärend ja, doch leider ohne konkrete Vorschläge. So resümiert Friedmar Apel Veronika Zangls poetologische Abhandlung zu Möglichkeiten des literarischen Erinnerns an den Holocaust. Zangls These, derzufolge Holocaust-Literatur sich zwar auf eine historische Wirklichkeit bezieht, jedoch ohne eine allgemeine Fassbarkeit des Geschehens zu behaupten, läuft laut Apel nicht auf eine Kapitulation hinaus, sondern auf die Forderung, mittels narrativer Rahmengebung den Widerspruch fruchtbar zu machen und den Holocaust auf differenzierte Weise in das kollektive Gedächtnis einzuschreiben. Wie das Instrumentarium einer solchen Poetologie aussehen könnte, lasse die Autorin "leider" offen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren