Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Jehan Sadat
Meine Hoffnung auf Frieden
Klappentext
"Er war meine Kraft, ich sein Licht", schrieb Anwar Sadats Witwe Jehan über ihren Mann, der 1981 bei einer Militärparade von Fundamentalisten erschossen wurde. "In meinen Augen war Sadat ein Held", äußerte Helmut Schmidt, sichtlich bewegt, unlängst in einer Fernsehsendung. Statt nach dem Tod ihres Mannes zu resignieren, vermittelt sie zwischen West und Ost, engagiert sich für die Rechte muslimischer Frauen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2009
Eine Empfehlung kann Cathrin Kahlweit nicht wirklich für Jehan Sadats Bekenntnisschrift aussprechen. Die Witwe des früheren ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat breitet darin ihren Ansichten zur Lage der Frauen und zum Nahen Osten allgemein aus, und die Rezensentin liest es mit sinkendem Interesse. Schon der gespreizte Titel fällt ihr unangenehm auf, dann richtet Jehan Sadat ihren Blick auch selten auf die Gegenwart oder die Zukunft, sondern vor allem auf die Vergangenheit, genauer gesagt auf ihren Mann und seinen Verdiensten, erfahren wir von Kahlweit, die schließlich doch noch die Geduld verliert (während sich die Leserin ihrer Rezension schon viel früher fragt, was sie überhaupt bewogen hat, dieses Buch zu lesen). Völlig gegen den Strich geht der Rezensent jedoch, dass Jehan Sadat die Realität völlig ausklammere und - da sei sie ganz gläubige Muslimin und oberste Landestochter - einem keuschen, gehorsamen Frauenbild das Wort rede, das Kahlweit sonst nur aus der Mottenkiste kennt.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








