Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Kimmelman

Alles für die Kunst

Cover: Alles für die Kunst

Berlin Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 3827008441
ISBN-13 9783827008442
Gebunden, 268 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Was bereichert unser Leben? Michael Kimmelman hat darauf eine Antwort gefunden. Die Protagonisten seines Buches geben Alles für die Kunst. Sie alle verbindet eines - die leidenschaftliche Auseinandersetzung mit Kunst. In seinem Buch stellt uns Michael Kimmelman zum einen weltberühmte Künstler wie Pierre Bonnard oder Matthew Barney vor, zum anderen weniger bekannte wie Jay DeFeo, die jahrelang nur von Brandy und Zigaretten lebte, um ein tonnenschweres Gemälde fertigzustellen, oder Michael Heizer, der die meiste Zeit seines Lebens in der Wüste von Nevada verbrachte, um bis zum Zustand völliger Erschöpfung an überdimensionalen Skulpturen zu arbeiten. Vor allem aber erzählt Kimmelman mit tiefer Sympathie von passionierten Amateuren, deren Werke in keinem der großen Museen der Welt zu finden sind - deren Leben aber gleichwohl zu einer Art Kunstwerk wurde: Bob Ross zum Beispiel, der in seinem Fernsehmalkurs "The Joy of Painting" mit seiner sanften Stimme Millionen Menschen in den Schlaf redete - und ganz nebenbei dazu brachte, selbst zum Pinsel zu greifen.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Michael Kimmelman: Alles für die Kunst - mehr Informationen beim Berlin Verlag

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2009

So muss man sich ein gelungenes Kunstbuch vorstellen. Rezensent Holger Liebs verhehlt seine Bewunderung für den amerikanischen Kollegen Michael Kimmelman, den Chefkritiker der new York Times nicht. Kimmelman reist zu den Außenseiter des Kunstbetriebs, den Besessenen, die ihre ganzes Leben der Kunst oder manchmal auch nur einem einzigen Kunstwerk geopfert haben. So erzählt Kimmelman zum Beispiel von Jay DeFeos, die acht Jahre lang an ihrem Bild "Rose" malte und einfach nicht fertig wollte, selbst im Museum trug sie immer weitere Schichten auf, oder vom AirForce-Sergeant Rob Ross, der die Hobbykunst predigte. Auch zu Grünewalds Isenheimer Altar, zu James Turrells Wüstenkunstwerken oder Michael Heizers Idealstadt in Nevada pilgere Kimmelman. Worauf es dem Kunstkritiker ankommt, meint Liebs, seien die Leidenschaft und die Selbstaufgabe der Künstler, die als bestes Antidot gegen die Beamtenseele im Kunstbetrieb wirkten. Staunen und bewundern lehren wolle Kimmelman, nicht abhaken. Und auch wenn Liebs einräumt, dass dies naiv klingen könnte, betont er doch, dass man Kimmelmans Gelehrtheit nicht unterschätzen sollte, nur weil er sie nicht wie eine Monstranz vor sich hertrage.

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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