Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Anne Enright

Alles, was Du wünschst

Erzählungen

Cover: Alles, was Du wünschst

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2009
ISBN-10 3421043833
ISBN-13 9783421043832
Gebunden, 382 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

"Alles, was du wünschst" versammelt neunzehn Geschichten der Booker-Preisträgerin Anne Enright, Geschichten über das Chaos der Liebe und über den manchmal doch nicht ganz so kleinen Unterschied, Geschichten voller Lebenskraft, die ihren dunklen Kern meisterhaft hinter einer strahlenden Hülle zu verbergen wissen. Kitty arbeitet in der Bettenabteilung eines Kaufhauses. Gerade wurden Rolltreppen installiert, eine große Neuerung, an die sie sich nicht so recht gewöhnen mag, aber es ist sowieso nichts mehr los bei den Betten. Die Kunden scheinen dringend Schlaf zu brauchen- von Verliebtheit keine Spur. Doch mit dem Auftauchen der Rolltreppen nimmt plötzlich auch Kittys Leben Fahrt auf: Sie, bereits über vierzig, ist noch einmal schwanger geworden! Da bleiben eines Tages die Rolltreppen stehen.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Anne Enright: Alles, was du wünschst - Leseprobe bei der DVA

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.04.2010

Rezensentin Bernadette Conrad hat im Großen und Ganzen ihren Spaß an der Lektüre der Geschichten von Anne Enright, die "Dramatisches auf undramatische Weise" erzählen - auch wenn ihr manchmal die außergewöhnlichen Verknüpfungen und die ungewöhnlich gebauten Wortwechsel als "Masche" erscheinen. Nicht immer funktioniert das "schnoddrige Anti-Pathos", mit dem Conrad das Leben allgemein und die Lebenssituationen von Frauen im Besonderen auseinander nimmt. Es wird in diesen Erzählungen "viel geheiratet, viel verführt, viel geflucht und viel gestorben". Im Großen und Ganzen gefällt der Rezensentin trotz diesen leichten Unbehagens Enrights "halb grimmiger, halb fröhlicher Zorn" und die ungewöhnlichen Verbindungen, die die Autorin baut.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.04.2010

Das Marketing um das Buch lässt Christoph Schröder eher kalt. Anne Enrights Erzählungen, das merkt er rasch, sind nämlich nicht nur was für Frauen. Die alltagskompatible, schnörkellose Sprache, die komplexen Konflikte hinter der von Enright konstruierten rauen Fassade haben Schröder gepackt. Die Jungfamilienhöllen, Figuren auf der Suche nach Glück, begleitet von Tod und Eros, findet er von der Autorin mit "bezwingender Lakonie" realistisch ins Bild gesetzt. So nämlich, dass für Schröder stets eine Bedeutsamkeit dabei herausspringt, die über das Alltägliche hinausweist.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2009

Für Margret Fetzer zeichnen sich auch die Erzählungen Anne Enrights, die für ihren Roman "Familientreffen" bereits den Booker-Preis bekam, durch ihre geradezu überwältigende "physische Greifbarkeit" aus, sei es als obszönes Innenleben einer Rolltreppe, sei es als plastisch beschriebene Besudelung eines Baby-Strampelanzugs. In Enrights Geschichten, die in ihrer Familienbezogenheit und in dem immer wieder thematisierten schwierigen Verhältnis der Iren zu England und Amerika einen dezidiert irischen Charakter haben, kommt es stets anders als die Leser erwarten können, verspricht die Rezensentin. Wie Schnappschüsse - der Originaltitel des Bandes lautet übriges "Taking Pictures", verrät Fetzer - geben diese Geschichten Einblicke in faszinierende Konstellationen und auch wenn sie keineswegs "leicht verdaulich" sind, so liest man sie mit wachsender Gier, wie die Rezensentin bemerkt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren