Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Felix Philipp Ingold

Die Faszination des Fremden

Eine andere Kulturgeschichte Russlands

Cover: Die Faszination des Fremden

J. Fink Verlag, München 2009
ISBN-10 3770547675
ISBN-13 9783770547678
Gebunden, 160 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Was an der russischen Kultur gemeinhin für typisch gehalten wird, erweist sich bei genauerem Hinsehen zumeist als Nachahmung. Das Fremde ins Eigene aufzunehmen, es produktiv anzuverwandeln und zu neuer, eigenartiger Synthese zu bringen, scheint dem russischen Selbstverständnis adäquater zu sein als die in Westeuropa verbreiteten Vorstellungen von Originalität und Priorität. Mit dieser ebenso faszinierenden wie provokanten These zeigt der bekannte Russlandexperte Felix Philipp Ingold die russische Kultur in neuem Licht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2009

Zum Glück ist Felix Philipp Ingold kein Ideologe, sondern ein seinem Gegenstand mit Liebe und Achtung zugetaner Autor, erklärt uns der Rezensent Matthias Messmer. Ingolds Philosophie des russischen Raumes, die hier auf die These der imitierenden und adaptierenden Kultur- und Geistesgeschichte konzentriert wird, findet Matthias Messmer so "geistvoll wie ertragreich": Russland strebe demnach gar nicht an, originelle Kulturleistungen hervorzubringen, sondern begnüge sich damit, die der anderen zu rekapitulieren - so wie einst Salieri die Werke Mozarts. Die von Ingold benannten Kulturimporte (Ideengeschichte, Religion etc.) und ihr für Russland konstitutives Wesen leuchten dem Rezensenten ein. Bis in die Gegenwart reicht Ingolds "anspruchsvoller Parcours", der Nachweis einer Kunst der Nachahmung von Staats wegen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren