Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
In einer der berühmtesten Szenen der Weltliteratur taucht der Protagonist von "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" eine Madeleine in den Tee, worauf er sich plötzlich an seine Jugendzeit in Combray erinnert. Dass Prousts Madeleine etwas mit einem Zwieback Wagners zu tun hat, ist nur eine der vielen Informationen in diesem Handbuch. Es gibt umfassend Auskunft über Leben, Werk, Wirkung und Deutung Marcel Prousts. Über Orte, wo er gelebt hat (Paris, Auteuil, Illiers, St. Moritz, Evian, Venedig, Cabourg), Orte, die er imaginiert hat (Combray, Balbec, Doncieres), Personen, die er gekannt hat, Figuren seines Werks, Bezüge zu anderen Autoren (Baudelaire, Anatole France, Flaubert, Saint-Simon, Racine, Ovid, Homer), zu Malern (Giotto, Monet, Whistler), Komponisten (Beethoven, Wagner, Franck, Faure), Philosophen (Schelling, Schopenhauer, Bergson), über Motive des Werks (Weißdorn, Flieder, Madeleines), über die Proust-Rezeption weltweit.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.06.2010
Ganz berauscht ist Rezensent Jürgen Ritte von seiner Entdeckung, die Liebhaber und Forscher gleichermaßen erfreuen wird: Die neue von Luzius Keller herausgegebene "Marcel Proust Enzyklopädie" weise alles auf, wovon der Proust-Freund träumt. Neben Einträgen zu realen wie fiktiven Orten, Namen und Daten wurde mit viel Aufmerksamkeit und Präzision jede noch so kleine Arbeit Prousts berücksichtigt. Zu einem veritablen Führer durch das "verwinkelte Pharaonengrab der Recherche" werde es vor allem durch die Zusammentragung der Erkenntnisse der in den letzten Jahren explosionsartig angestiegenen Proust-Forschung, lobt der Kritiker. Mit seinen über 800 Einträgen, die von "Eisenbahnfahrplänen" bis zur in der Forschung vernachlässigten Rolle der Schweiz reichen, lässt diese überarbeitete und stark erweiterte Fassung den erst 2004 erschienenen "Dictionnaire Marcel Proust" hinter sich zurück. Die "konkrete Lesereise" durch Prousts Oeuvre ersetze das Handbuch natürlich nicht, aber für den Rechercheweg durch Proust'sche Räume, Zeiten und Themen sei das Handbuch ein unverzichtbarer Begleiter, so der begeisterte Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2009
Das einzige, was ein begeisterter Helmut Mayer gegen diese nun in deutscher Übersetzung vorliegende "Marcel Proust Enzyklopädie" einzuwenden hat, ist ihre Bezeichnung als "Handbuch". Viel zu bescheiden findet er das, und überdies im Grunde auch falsch. Denn nicht einfach Handbuch-Wissen und nüchterne Erträge der Forschung versucht, so der Rezensent, dieser Band zu versammeln. Vielmehr erweise sich die Lektüre, über weite Strecken jedenfalls, weniger trotz als gerade wegen der ungeheuren hier ausgebreiteten Detailkenntnisse, die bis weit ins Abseitige reichen, als Vergnügen. Genauer vorgestellt wird die Akribie, mit der die Autorinnen und Autoren hier vorgehen, am Beispiel der in der Proust-Forschung lange umstrittenen "Wirbel", die einmal (in der deutschen Übersetzung allerdings nicht) auf der Stirn von Tante Leonie sichtbar sein sollen. Medizinisches Fachwissen der Zeit führt hier, im Verbund mit dem Wissen um Prousts wohl karikierende Absichten, zur Erkenntnis. Besonderes Lob erfährt der Herausgeber und Proust-Übersetzer Luzius Keller, der als Addendum zum Original weitere instruktive Beiträge beisteuert. Dieser Band ist mithin, so Helmut Mayer, "eine Schatzhöhle, an der kein wirklich von Proust affizierter Leser einfach vorbeigehen sollte".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








