Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
4 CDs, 327 Minunten. Hörspiel. Sprecher: Jürgen Hentsch, Dietmar Mues, Werner Wölbern u. a. . Regie: Norbert Schaeffer. Monumental angelegt, kreist das ganze Werk um die Schlacht von Stalingrad. Seinem Vorbild Tolstoi folgend, erzählt Wassili Grossman die Geschichte einer Familie in den Schrecknissen des Krieges. Schließlich dringt er in das ein, was man das Hinterland des Hinterlandes nennen könnte, in die Konzentrationslager und die Gulags. Und doch, so versichert der Autor, ist nicht alles verloren, solange es noch Güte gibt.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.12.2009
Beeindruckt zeigt sich Rezensent Jens Bisky von dieser Hörspielfassung von Wassili Grossmans epochalem Roman "Leben und Schicksal", der in der Sowjetunion nicht erscheinen durfte. Nahezu unmöglich schien es ihm, aus diesem Roman über die Schlacht um Stalingrad, das Grauen deutscher Vernichtungslager und den Terror des Gulag ein Hörspiel zu machen, auch wegen der Vielzahl der auftretenden Figuren und den neben die Dialoge tretenden langen essayistischen Passagen. Bisky würdigt hier die Leistung von Helmut Peschina und Norbert Schaeffer, denen die Umsetzung "verblüffend gut" gelungen ist. Die höchst realistische, aufwendig in Szene gesetzte Geräuschkulisse mutet ihn zwar fast ein wenig "übertrieben" an. Dafür lobt er um so mehr die Sprecher, die ihre Aufgabe mit großer Sorgfalt gemeistert haben und so dem Roman "neue Dimensionen" abgewinnen können.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2009
Dafür dass das, wie Wolfgang Schneider meint, eigentlich nicht geht, geht es hier eigentlich erstaunlich gut: die Kürzung des Jahrhundertromans von Wassili Grossman auf ein fünfeinhalbstündiges Kondensat im Hörbuchformat. In seiner ausführlichen Rezension fasst Schneider noch einmal die Handlung des Werks zusammen. In dessen Zentrum steht der Kernphysiker Viktor Pawlowitsch Strum, der zwischen Kritik und Staatstreue hin- und hergerissen ist und auch einmal einen Anruf von Stalin bekommt. Vom epischen Format erinnert der Roman an Tolstoi, durch seine auch biografisch begründete Nähe zum Geschehen ist die Perspektive jedoch eine ganz andere, so Schneider. Das Hörbuch, erläutert er, setzt mit mehr als fünfzig Sprecherinnen und Sprechern auf die Vielzahl der Eindrücke, sucht mit Toneffekten den Effekt des Realen. Nur gelegentlich findet der Rezensent eine Kürzung ungeschickt oder bedenklich. Den positiven "Gesamteindruck", versichert er, "trübt das kaum".
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Uangenehm plausibel
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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