Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wassili Grossman

Leben und Schicksal

Romanhörspiel. 4 CDs

Cover: Leben und Schicksal

DHV - Der Hörverlag, München 2009
ISBN-10 386717427X
ISBN-13 9783867174275
CD, 29,95 EUR

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Klappentext

4 CDs, 327 Minunten. Hörspiel. Sprecher: Jürgen Hentsch, Dietmar Mues, Werner Wölbern u. a. . Regie: Norbert Schaeffer. Monumental angelegt, kreist das ganze Werk um die Schlacht von Stalingrad. Seinem Vorbild Tolstoi folgend, erzählt Wassili Grossman die Geschichte einer Familie in den Schrecknissen des Krieges. Schließlich dringt er in das ein, was man das Hinterland des Hinterlandes nennen könnte, in die Konzentrationslager und die Gulags. Und doch, so versichert der Autor, ist nicht alles verloren, solange es noch Güte gibt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.12.2009

Beeindruckt zeigt sich Rezensent Jens Bisky von dieser Hörspielfassung von Wassili Grossmans epochalem Roman "Leben und Schicksal", der in der Sowjetunion nicht erscheinen durfte. Nahezu unmöglich schien es ihm, aus diesem Roman über die Schlacht um Stalingrad, das Grauen deutscher Vernichtungslager und den Terror des Gulag ein Hörspiel zu machen, auch wegen der Vielzahl der auftretenden Figuren und den neben die Dialoge tretenden langen essayistischen Passagen. Bisky würdigt hier die Leistung von Helmut Peschina und Norbert Schaeffer, denen die Umsetzung "verblüffend gut" gelungen ist. Die höchst realistische, aufwendig in Szene gesetzte Geräuschkulisse mutet ihn zwar fast ein wenig "übertrieben" an. Dafür lobt er um so mehr die Sprecher, die ihre Aufgabe mit großer Sorgfalt gemeistert haben und so dem Roman "neue Dimensionen" abgewinnen können.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2009

Dafür dass das, wie Wolfgang Schneider meint, eigentlich nicht geht, geht es hier eigentlich erstaunlich gut: die Kürzung des Jahrhundertromans von Wassili Grossman auf ein fünfeinhalbstündiges Kondensat im Hörbuchformat. In seiner ausführlichen Rezension fasst Schneider noch einmal die Handlung des Werks zusammen. In dessen Zentrum steht der Kernphysiker Viktor Pawlowitsch Strum, der zwischen Kritik und Staatstreue hin- und hergerissen ist und auch einmal einen Anruf von Stalin bekommt. Vom epischen Format erinnert der Roman an Tolstoi, durch seine auch biografisch begründete Nähe zum Geschehen ist die Perspektive jedoch eine ganz andere, so Schneider. Das Hörbuch, erläutert er, setzt mit mehr als fünfzig Sprecherinnen und Sprechern auf die Vielzahl der Eindrücke, sucht mit Toneffekten den Effekt des Realen. Nur gelegentlich findet der Rezensent eine Kürzung ungeschickt oder bedenklich. Den positiven "Gesamteindruck", versichert er, "trübt das kaum".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren