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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Harris

Titan

Roman

Cover: Titan

Heyne Verlag, München 2009
ISBN-10 3453001583
ISBN-13 9783453001589
Gebunden, 541 Seiten, 21,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Wolfgang Müller. Rom im Jahr 63 v. Chr.: Cicero ist endlich Konsul. Im Wahlkampf hat er sich gegen den korrupten Patrizier Catilina durchgesetzt. Aber zur Verwirklichung seiner politischen Ideale läuft ihm die Zeit davon, denn Catilina hat den Kampf noch nicht aufgegeben: Zusammen mit enttäuschten Aristokraten, Veteranen, Kriminellen und anderem Gesindel bereitet er eine große Verschwörung vor, um an die Macht zu gelangen. Aber welche Rolle spielt der umtriebige Caesar dabei? Der Einfluss seines Kontrahenten wächst unaufhörlich, und Cicero muss seine Tugendhaftigkeit auf die zwangsläufige Probe stellen: Wenn man die Macht im Staat innehat - ist es dann gerechtfertigt, illegale Methoden anzuwenden, um die Republik zu retten? Schließlich erfährt Cicero von einer konspirativen Sitzung, auf der seine Ermordung geplant wurde.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Robert Harris: Titan - Infos und Leseprobe beim Heyne Verlag

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.02.2010

Tobias Lehmkuhl preist ohne Einschränkungen Robert Harris Roman "Titan", in dem er nach dem Vorgängerband "Imperium", der den Aufstieg Ciceros zum Konsul beschrieben hat, nun dessen schwierige, im Jahr 62 v. Chr. beginnende Amtszeit und die auf ihn zielenden Intrigen schildert. Der Rezensent ist begeistert von der Anschaulichkeit und Farbigkeit, mit der der Bestsellerautor die historische Situation und seine Protagonisten, allen voran die ambivalente Figur des Cicero selbst, zeichnet. Schlechterdings "genial" will ihm mit dem Sklaven Tito, Privatsekretär und verbürgter Verfasser einer verschollenen Cicero-Biografie, auch die Wahl des Erzählers scheinen, die es erlaubt, nüchtern und zugleich aus nächster Nähe auf den Konsul und sein Umfeld zu blicken. Der Rezensent bewundert Harris als "begnadeten Handwerker" mit einem Händchen für die spannende Straffung der im Übrigen sehr genau recherchierten historischen Umstände. Dass das Ganze nicht angelesen wirkt, sondern höchst fesselnd zu lesen ist, lobt der Rezensent ausdrücklich, und er hat nach der Lektüre sogar Lust, die hier zitierten Ciceroreden noch einmal zu sichten, die ihm der Lateinunterricht anscheinend einst verleideten.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2009

Hannes Hintermeier weiß Robert Harris' Roman "Titan", Fortsetzung seiner Lebensbeschreibung Ciceros, zu schätzen. Er sieht darin den bislang "komplexesten Roman" des Autors. Dies liegt in seinen Augen aber auch an der historischen Vorlage, bestimmen in "Titan" doch die Wirren der Endjahre der römischen Republik den Gang der Handlung: Intrigen, Mord, Ehebruch, Korruption und Verrat. Harris gelingt es zur Freude Hintermeiers den großen Unterschied des römischen Politikbetriebs und unserem lebendig zu machen, nämlich dass damals jederzeit Gefahr für Leib und Leben bestand. Er hält Harris außerdem zu Gute, so "seriös" zu sein, die historischen Abläufe nicht zu simplifizieren, was dazu führt, dass das Buch kein echter "Page-Turner" ist. Besonders gefallen haben Hintermeier die zahlreichen wunderbaren Zitate Ciceros, die Harris eingebaut hat.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren