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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Georges Didi-Huberman

Der Mensch, der in der Farbe ging

Cover: Der Mensch, der in der Farbe ging

Diaphanes Verlag, Zürich - Berlin 2009
ISBN-10 3037340649
ISBN-13 9783037340646
Kartoniert, 84 Seiten, 12,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Wiebke-Marie Stock. Vom Gang des Volkes Israel durch die Wüste über die Kirchen des Mittelalters in Italien, Frankreich und England bis hin zur Gegenwartskunst eines James Turrell verfolgt Georges Didi-Huberman seine Titelgestalt eines gehenden Menschen, der sich im absolut verlassenen Raum der reinen Farbe und nichts sonst gegenüber sieht.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Georges Didi-Hubermann: Der Mensch, der in der Farbe ging - Leseprobe beim Diaphanes Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2009

Der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman hängt sich mit seinem schmalen Buch über den Lichtkünstler James Turrell ganz schön weit aus dem Fenster, und Julia Voss folgt ihm dabei weit, aber nicht bis zur Schlusspointe. Selbstbewusst verkündet der Autor nämlich gleich zu Beginn, dass die Kunstgeschichte bisher völlig "falsche Fragen" an die Kunst Turrells gerichtet habe, so die Rezensentin zweifelnd. Die Absage, die der Autor sowohl der Interpretation von Turrells Werken als Wahrnehmungsphänomenologie als auch der Deutung als mystischer Kunst erteilt, kann die Rezensentin aber als überzeugend nachvollziehen. Lediglich die vollkommen kryptische Schlussthese, die Didi-Huberman ans Ende seines Buches stellt, verstimmt und macht ratlos, findet Voss. Dass sie den Band trotzdem als großartige und originelle Arbeit preist, liegt an der kunstgeschichtlichen Linie von den Glasfenstern der Kathedrale von York aus dem 13. Jahrhundert und einem Fresco von Fra Angelico, die der Autor bis zu Turrell zieht. Sie machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen und zur lohnenswerten Lektüre, schwärmt die Rezensentin.

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