Aus dem Französischen von Wiebke-Marie Stock. Vom Gang des Volkes Israel durch die Wüste über die Kirchen des Mittelalters in Italien, Frankreich und England bis hin zur Gegenwartskunst eines James Turrell verfolgt Georges Didi-Huberman seine Titelgestalt eines gehenden Menschen, der sich im absolut verlassenen Raum der reinen Farbe und nichts sonst gegenüber sieht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2009
Der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman hängt sich mit seinem schmalen Buch über den Lichtkünstler James Turrell ganz schön weit aus dem Fenster, und Julia Voss folgt ihm dabei weit, aber nicht bis zur Schlusspointe. Selbstbewusst verkündet der Autor nämlich gleich zu Beginn, dass die Kunstgeschichte bisher völlig "falsche Fragen" an die Kunst Turrells gerichtet habe, so die Rezensentin zweifelnd. Die Absage, die der Autor sowohl der Interpretation von Turrells Werken als Wahrnehmungsphänomenologie als auch der Deutung als mystischer Kunst erteilt, kann die Rezensentin aber als überzeugend nachvollziehen. Lediglich die vollkommen kryptische Schlussthese, die Didi-Huberman ans Ende seines Buches stellt, verstimmt und macht ratlos, findet Voss. Dass sie den Band trotzdem als großartige und originelle Arbeit preist, liegt an der kunstgeschichtlichen Linie von den Glasfenstern der Kathedrale von York aus dem 13. Jahrhundert und einem Fresco von Fra Angelico, die der Autor bis zu Turrell zieht. Sie machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen und zur lohnenswerten Lektüre, schwärmt die Rezensentin.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…