Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Klaus Hoffer. In ihrem einzigen Roman "Das Ende der Geschichte" zeichnet Lydia Davis eine obsessive Liebesgeschichte und deren Erinnerungsspuren nach. Eine 35-jährige Schriftstellerin verliebt sich in einen viel jüngeren Mann, wird durch diese Erfahrung zutiefst irritiert und zeigt nach und nach alle Symptome von Liebeskrankheit. Die allmähliche Auflösung der Geschichte bis zur endgültigen Trennung setzt Lydia Davis parallel zum allmählichen Entstehen eines Romans über eben diese Erfahrungen und Vorgänge. Neben die Erforschung des Liebeswahns in allen seinen peinlichen Details tritt etwas anderes in den Vordergrund: die Erinnerung und ihre Unwägbarkeiten, ihre dunklen Flecken und grellen Beleuchtungen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2009
Recht verhalten äußert sich Rezensent Reinhard Helling über Lydia Davis' Roman "Das Ende der Geschichte". Dabei schätzt er die Autorin eigentlich sehr, insbesondere für ihre Kurzgeschichten, deren Prägnanz und Klarheit er bewundert. Mit vorliegendem Roman aber - es geht um eine Universitätsdozentin, die von ihrem jüngeren Liebhaber verlassen wird, um ihre seelische Befindlichkeit, ihr Leiden, ihre Unfähigkeit, Gedanken und Gefühle zu ordnen - kann er sich nicht wirklich anfreunden. Anders als in Davis' Kurzgeschichten herrscht in seinen Augen hier zumeist ein "undurchdringlicher Nebel", wozu gelegentlich auch die Übersetzung beiträgt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.11.2009
Tiefen Eindruck hat Lydia Davis' bislang einziger, im Original bereits 1995 erschienener und nun auf Deutsch vorliegender Roman "Das Ende der Geschichte" bei Angela Schader hinterlassen. Es geht darin um die Affäre einer 34-jährigen Literaturdozentin mit einem 22-jährigen Studenten, das Scheitern dieser Beziehung und den peinlichen Liebeswahn der Dozentin. Es ist für sie ein Buch, in dem die Liebe auf den "Seziertisch" gelegt wird. Sie schätzt die Prägnanz von Davis' Beschreibungen, ihre Lakonie und gnadenlose Ehrlichkeit. Die Stärke und Intensität des Werks besteht in Schaders Augen darin, dass es der Autorin gelingt, eine höchst persönliche Geschichte als solche darzustellen, diese zugleich aber durch "schiere erzählerische Disziplin" über sich hinauszuheben.
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