Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lydia Davis

Das Ende der Geschichte

Roman

Cover: Das Ende der Geschichte

Droschl Verlag, Graz 2009
ISBN-10 3854207611
ISBN-13 9783854207610
Gebunden, 254 Seiten, 21,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Klaus Hoffer. In ihrem einzigen Roman "Das Ende der Geschichte" zeichnet Lydia Davis eine obsessive Liebesgeschichte und deren Erinnerungsspuren nach. Eine 35-jährige Schriftstellerin verliebt sich in einen viel jüngeren Mann, wird durch diese Erfahrung zutiefst irritiert und zeigt nach und nach alle Symptome von Liebeskrankheit. Die allmähliche Auflösung der Geschichte bis zur endgültigen Trennung setzt Lydia Davis parallel zum allmählichen Entstehen eines Romans über eben diese Erfahrungen und Vorgänge. Neben die Erforschung des Liebeswahns in allen seinen peinlichen Details tritt etwas anderes in den Vordergrund: die Erinnerung und ihre Unwägbarkeiten, ihre dunklen Flecken und grellen Beleuchtungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2009

Recht verhalten äußert sich Rezensent Reinhard Helling über Lydia Davis' Roman "Das Ende der Geschichte". Dabei schätzt er die Autorin eigentlich sehr, insbesondere für ihre Kurzgeschichten, deren Prägnanz und Klarheit er bewundert. Mit vorliegendem Roman aber - es geht um eine Universitätsdozentin, die von ihrem jüngeren Liebhaber verlassen wird, um ihre seelische Befindlichkeit, ihr Leiden, ihre Unfähigkeit, Gedanken und Gefühle zu ordnen - kann er sich nicht wirklich anfreunden. Anders als in Davis' Kurzgeschichten herrscht in seinen Augen hier zumeist ein "undurchdringlicher Nebel", wozu gelegentlich auch die Übersetzung beiträgt.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.11.2009

Tiefen Eindruck hat Lydia Davis' bislang einziger, im Original bereits 1995 erschienener und nun auf Deutsch vorliegender Roman "Das Ende der Geschichte" bei Angela Schader hinterlassen. Es geht darin um die Affäre einer 34-jährigen Literaturdozentin mit einem 22-jährigen Studenten, das Scheitern dieser Beziehung und den peinlichen Liebeswahn der Dozentin. Es ist für sie ein Buch, in dem die Liebe auf den "Seziertisch" gelegt wird. Sie schätzt die Prägnanz von Davis' Beschreibungen, ihre Lakonie und gnadenlose Ehrlichkeit. Die Stärke und Intensität des Werks besteht in Schaders Augen darin, dass es der Autorin gelingt, eine höchst persönliche Geschichte als solche darzustellen, diese zugleich aber durch "schiere erzählerische Disziplin" über sich hinauszuheben.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren