Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Hans Ulrich Dillmann, Susanne Heim
Fluchtpunkt Karibik
Jüdische Emigranten in der Dominikanischen Republik
Klappentext
Sosua ist gegenwärtig ein beliebtes Ferienparadies in der Dominikanischen Republik - auch für deutsche Karibikurlauber. Vor 70 Jahren, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, war die heutige Kleinstadt im Norden der Insel Hispaniola einer der wenigen "sicheren Häfen" für Juden. Während nahezu alle Länder ihre Grenzen gegenüber den Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland verschlossen, sollte ausgerechnet in dem diktatorisch regierten Inselstaat ein landwirtschaftliches Vorzeigeprojekt nach dem Muster jüdischer Kibbuzim entstehen. Deutsche und österreichische Juden führten in den 40er Jahren auf der Karibikinsel die Milchwirtschaft ein, gründeten Agrarkooperativen, Lebensmittelläden, einen Sportclub, eine Synagoge und ein Krankenhaus. Einige der Siedler der ersten Stunde leben bis heute in der Stadt, die als die Wiege des dominikanischen Tourismus gilt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.11.2010
Mit zwei "anschaulichen" und informativen Büchern über die Geschichte jüdischer Siedler in der Dominikanischen Republik hat sich Renate Wiggershaus beschäftigt. Die Historikerin Susanne Heim hat gemeinsam mit dem Journalisten Hans-Ulrich Dillmann intensiv deutsche und dominikanische Quellen ausgewertet und vor Ort recherchiert, betont die Rezensentin. Besonders plastisch tritt Wiggershaus das Schicksal der europäischen Siedler durch Interviews mit Martin Katz und Luis Hess vor Augen, die zu den Ersten gehörten, die sich in Sosua niederließen. So freut sich die Rezensentin über "ein Stück lebendige Geschichtsschreibung".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.11.2009
Mit Wohlwollen bespricht der in Mexiko lebende Journalist Wolf Dieter Vogel das vorliegende Buch. Er berichtet, dass der dominikanische Diktator Trujillo 1938 Tausenden Juden in der Dominikanischen Republik Asyl gewährte. Im Mittelpunkt des Buchs sieht er die Entwicklung der jüdischen Emigranten in Sosua, die Anfang der vierziger Jahre einen Kibbuz gründeten. Letztlich aber sei der Plan gescheitert, Sosua auch nach dem Krieg zu einem Zuhause für eine große Zahl von Juden zu machen. Dennoch seien einige geblieben. Vogel hebt die Schilderung von persönlichen Geschichten und die Beleuchtung von historischen Zusammenhängen hervor. Deutlich wird für ihn nicht nur, wie sich die internationale Entwicklung und jüdische Debatten auf die die Emigranten auswirkten, sondern auch deren Beitrag für die Modernisierung auf der Insel.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








