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Paul Celan
Paul Celan: Briefwechsel mit Klaus und Nani Demus
Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel zwischen Gisele Celan-Lestrange und Klaus und Nani Demus
Klappentext
Ihr gemeinsamer Briefwechsel nimmt unter den Korrespondenzen Paul Celans eine herausragende Stellung ein, sowohl dem Umfang nach (ca. 400 Briefe) als auch in seiner Bedeutung: Wie keine andere seiner Korrespondenzen offenbart dieser Dichterbriefwechsel den Menschen Paul Celan hinter dem Werk und ermöglicht dabei zugleich einen Einblick in seinen oft mühevollen Pariser Alltag. Auf die Verbindung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan wirft er ein neues und eindringlich scharfes Licht. Und doch wird selbst diese Beziehung zweier Dichter, die größte Nähe und Zuneigung miteinander verbindet, durch die Goll-Affäre und Celans Krankheit 1962 für Jahre getrennt. 1968 aber nimmt Klaus Demus den Faden wieder auf: So hinterlassen diese Briefe zum Schluss auch ein berührendes Dokument von Paul Celans letzten Jahren.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2009
Kenntnisreich und berührt schreibt Rezensentin Beate Tröger über diesen Briefwechsel Celans mit dem einzigen Freund, den er je als "Bruder" bezeichnete und mit dessen Frau. Der Ton der Briefe hat in den Zitaten eine Emphase, die heute eher ans späte 19. Jahrhundert erinnert, aber er klingt zugleich zutiefst ehrlich. Tröger zeichnet auch die Tragik dieser Freundschaft nach, die nach den berüchtigten Plagiatsvorwürfen gegen Celan nicht mehr zu retten war – nicht etwa, weil Klaus und Nani Demus nicht an Celan geglaubt hätten, sondern weil Celan, so Tröger, nach diesen Vorwürfen immer depressiver, aggressiver und distanzierter wurde. Tröger äußert sich sehr positiv über die Editionsarbeit Joachim Sengs und sein Nachwort.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.11.2009
Dass es noch immer Überraschendes gibt von und zu Paul Celan, lernt Helmut Böttiger bei der Lektüre dieses umfangreichen Briefwechsels. Allerdings stößt er beim sieben Jahre jüngeren Dichterkollegen Klaus Demus und seiner Frau Nani zunächst auf die bekannten Mythisierungsmechanismen betreffend Celan. Im Verlauf erfährt Böttiger Neues über Celans Gemütsverfassung während der 50er Jahre, über seine Empfindlichkeit gegenüber Kritik, seine Erfahrungen bei der Tagung der Gruppe 47 im Mai 1952 sowie über seine für Böttiger nicht anders als tragisch zu empfindende Lossagung von Demus infolge zunehmender paranoider Vorstellungen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2009
Beatrice von Matt entdeckt im Briefwechsel zwischen Paul Celan und Nani und Klaus Demus ein berührendes Zeugnis der Freundschaft. Insbesondere die Briefe des Kunsthistorikers und Schriftstellers Klaus Demus begeistern sie durch die sich darin niederschlagende Klugheit und die spürbare "Einfühlung" in die dunkle Seelenlage Celans. Die Rezensentin erinnert in ihrer Kritik unter anderem an die bittere Goll-Affäre, bei der sich Nani und Klaus Demus zwar rückhaltlos hinter Celan stellten und sich um Entkräftung des durch die Witwe Yvan Golls vorgebrachten Plagiatsvorwurfs bemühten, aus der nichtsdestotrotz aber ein allgemeines Misstrauen erwuchs, das sich auch auf die Wiener Freunde erstreckte, wie Matt rekapituliert. Klaus Demus aber tritt der Rezensentin in diesen Briefen als idealer Freund entgegen, der sich nur einmal - "freilich schmerzlich" - in der Beurteilung von Celans Gedicht "Wolfsbohne" geirrt hat, wie sie feststellt.
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