Herausgegeben von Stephan Askani und Frank Wegner. "Führen Sie doch, wertester Herr Cotta, Ihren Korrektoren die Sorgfalt zu Gemüte, mit der ein Schriftsteller, der etwas auf seine Sachen hält, ein Manuskript durchgeht, um die Darstellung des Sinnes ins Bessere und Klarere zu bringen." Johann Wolfgang von Goethe an Johann Friedrich Cotta, 7. Februar 1803. "Gott gebe, daß die Buchhändler Sie bezahlen." Jean Paul an Johann Friedrich Cotta. "Herr Baron! ... Damit Sie aber nicht glauben, ich sei in eine Tänzerin verliebt und bliebe deshalb hier und wäre recht börnisch faul, so habe ich den Anfang meines italienischen Tagebuchs ausgearbeitet, d.h. die starken Worte und Kapitel ausgemerzt, so daß das beikommende Mspt. im Morgenblatte (und zwar recht bald) abgedruckt werden kann." Heinrich Heine an Georg Cotta, Florenz, den 11. November 1828. "Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, ich glaube an die Zukunft meiner Lebensanschauung, nicht aber an das Schicksal meiner Schriften. Deswegen schreibe ich auch so wenig. "E. M. Cioran an Michael Klett, 17. September 1978
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2009
Sehr angetan zeigt sich Alexander Kosenina von Stephan Askanis und Frank Wegners Auswahl der Briefe an die Cotta-Verleger. Zwar ist beinahe alles hier zu Findende irgendwo schon publiziert worden, doch die verschiedenen Blickwinkel auf das Cotta'sche Verlagsimperium, von Schiller, Lichtenberg und Heine bis Karl Heinz Bohrer machen so nebeneinander für Kosenina Sinn. Ums Geld geht es, um Druckfehler und vorgetäuschte Arbeitswut, um Freundschaften und scharf ausgetragenen Konflikte. Eine charmante Lektüre, findet der Rezensent.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…