Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Als Schwester war sie Friedrich Schiller so nahe wie nur wenige Menschen. Heute imponiert uns Christophine Reinwald (1757-1847) als eine Frau, die ihr Leben selbst in die Hand genommen hat. Schiller nannte die ältere Schwester seine früheste Heldin. Ihr langes Leben war zunächst bestimmt von der Sorge um die jüngeren Geschwister inmitten einer strengen Familie, dann von der Vernunftehe mit dem Bibliothekar Reinwald aus Meiningen. Erst als Witwe lernt sie, was ihrem Bruder über Nacht gelungen war: die Freiheit, ein eigenes Leben zu führen. Dieter Hildebrandt macht uns mit der Biografie einer Frau bekannt, wie wir sie viel eher in der Gegenwart als im 18. und 19. Jahrhundert vermuten würden.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2010
Manfred Osten findet nicht nur, dass Dieter Hildebrand "zu Recht" der fast vergessenen älteren Schwester von Friedrich Schiller wieder zu Aufmerksamkeit verhilft, er preist zudem seine Biografie Christophine Reinwalds als stilistisch glänzend und inhaltlich aufschlussreich. Der Rezensent freut sich an der "Empathie", mit der der Autor der heute kaum mehr bekannten Christophine, die ihren Bruder um zweiundvierzig Jahre überlebte, auf ihrem Lebensweg folgt, wobei er besonders ihre Darstellung bei Hildebrandt als "Avantgardistin des Älterwerdens" bewundert. Überzeugend und einfühlsam schildere er, wie sich Schillers Schwester, besonders nachdem ihr zwanzig Jahre älterer, durch Kleinlichkeit und Geiz geprägter Ehemann gestorben war, zu einer freien bürgerlichen Existenz von Schiller'schem Zuschnitt entwickelte, lobt Osten. Er hat die Lektüre offenbar in vollen Zügen genossen, und wenn der Rezensent schreibt, dass Hildebrandt irrt, wenn er meint, Christophine habe sich brieflich nie zu Goethe geäußert, und das auch gleich mit einem Briefzitat von 1800 belegen kann, tut das seiner Begeisterung ganz offensichtlich keinen Abbruch.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.11.2009
Judith von Sternburg fühlt sich an ihre eigene Großmutter erinnert. Das macht die unlarmoyante Art der von Dieter Hildebrandt nach Meinung der Rezensentin so hinreichend wie längenlos porträtierten ältesten Schwester Friedrich Schillers. Dass Christophine Reinwald eher keine Rührseligkeit provoziert, lernt Sternburg aus der hier dargelegten Lebensgeschichte. Der Ehemann zählte das Briefpapier ab und war auch sonst kein Göttergatte, und das einst vertraute Verhältnis zu Friedrich störte das beträchtlich. Kurios: Ihre Briefe verfasst Christophine laut Sternburg nicht in klassischem, sondern in Blogger-Deutsch!
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








