Bücherschau der Woche
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Heinrich Meier
Die Lehre Carl Schmitts
Vier Kapitel zur Unterscheidung Politischer Theologie und Politischer Philosophie
Klappentext
3., durchgesehene und erweiterte Auflage. Carl Schmitt und die Politische Theologie. Herausforderungen des politisch-religiösen Radikalismus. Mit einem neuen Essay zur Begegnung Schmitts mit Hans Blumenberg
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.10.2009
Beeindruckt zeigt sich Rezensent Martin Meyer von Heinrich Meiers Studie "Die Lehre Carl Schmitts". In seiner langen und überaus gedankenreichen Besprechung wirft er zunächst einen eingehenden Blick auf Schmitts Werk, auf den Mythos dieses bis heute umstrittenen Denkers und auf seine wichtigsten Theoreme. Sodann würdigt Meyer Meier als einen der besten Kenner Schmitts, als einen, der sich besonders intensiv auch mit der Frage nach der eigentlichen Berufung des Staatrechtlers und politischen Philosophen befasst hat. Meier arbeitet für ihn überzeugend heraus, dass Schmitt nicht nur der Analytiker politischer Theologie samt ihren Ablegern zur Lehre von der Souveränität war, sondern zugleich ein "politischer Theologe". Das Werk lohnt in seinen Augen eine genaue Lektüre. Mit "detektivischer Genauigkeit" nämlich hebe Meier ans Licht, "wie sehr Schmitts Denken sowohl von religiösen wie von theologischen Voraussetzungen genährt war". Ausführlich legt Meyer dar, was dies näherhin besagt. Er schließt mit der Einschätzung, die politische Theologie kehre heute im Gewand des islamischen Fundamentalismus wieder. "Hier", so der Rezensent, "wäre ex contrario - noch wieder einiges von Carl Schmitt zu lernen."
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