Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Tankred Dorst
Werkstattberichte
Klappentext
Herausgegeben von Günter Erken. Das Lesebuch vereinigt in Ergänzung zur sechsbändigen gebundenen "Werkausgabe" und zu den "Materialien" von 1989 viele verstreut gedruckte Texte, bringt aber auch die Erstdrucke wie die beiden Tübinger Poetikreden (1997), Handlungsentwürfe zu bekannten und (noch) ungeschriebenen Stücken, Fragmente und Pläne, dazu Anekdoten, Briefe und Gesprächsaussagen, in denen Dorst seinen künstlerischen Standort bestimmt. Der Schwerpunkt liegt auf den 90er Jahren. Eine Werkchronik und ein Nachwort des Herausgebers klären die Beziehungen von Werkstatt und Oeuvre.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.09.2000
In einer Dreifachbesprechung widmet sich Martin Zingg drei Büchern über Handschriften und gedruckte Werke.
1) Wilhelm Hemecker (Hrsg.): "Handschrift"
Dieser Band des Österreichischen Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek beleuchtet das Thema aus vielfältigen Perspektiven, lobt der Rezensent. Von der forensischen Untersuchung von Handschriften bis zu handschriftlichen Entwürfen literarischer Werke werde in vielen Aufsätzen Einblick gegeben. Besonders beeindruckend fand Zingg die Vergleiche der handschriftlichen Texte von Kafka, Celan und Jandl. Die Manuskripte verraten, was "die gedruckten Texte nicht mitteilen können", so der Rezensent begeistert.
2) Tankred Dorst: "Werkstattberichte"
Äußerst "spannend" findet Zingg diese Texte, die Vorentwürfe, Aufsätze, Skizzen und anderes umfassen. Besonders interessant und aufschlussreich erscheinen ihm die Skizzen am Ende des Buchs. In ihrer "Offenheit" lägen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, die im letztlich gedruckten Text notwendig auf eine einzige Lösung hin beschränkt würden. So kann man einige Skizzen mit ihrer späteren Ausarbeitung vergleichen, freut sich Zingg.
3) "Vom Schreiben 6. Aus der Hand oder Was mit den Büchern geschieht"
Auch dieses Magazin, in dem es um das weitere Schicksal eines Buches geht, wenn es denn endlich veröffentlicht wird, erfährt Lob und Preis. Es ist "reichhaltig, formidabel bebildert und witzig kommentiert", schwärmt der Rezensent. Der Band mache deutlich, dass das Werk auch mit der Drucklegung nicht abgeschlossen sei, sondern noch einer Vielzahl von Veränderungen durchmachen könne, von der Zensur bis zur neuerlichen Veröffentlichung als "verbesserte Ausgabe".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Bücher von Lesern empfohlen
Manfred Bogisch: Die LDPD und das Ende der DDR
Manfred Bogisch, langjähriger Mitarbeiter des LDPD-Vorsitzenden Manfred Gerlach und des LDPD-Vorsitzenden ...
Juan Jose Millas: Meine Straße war die Welt
Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. In "Als die Welt Kind war" erzählt Juan Jose Millas von dem ...
Archiv: Bücherschauen
Wehrhafte Heiterkeit
16.03.2010: Einfach brillant findet die NZZ, mit welch bitterer Lust und scharfem Geist Shahriar Mandanipur in seinem Roman "Eine iranische Liebesgeschichte zensieren" einen Iran ohne Hoffnung schildert. Die FR preist Georg Kleins "Roman unserer Kindheit" als Wundertüte der Erzählkunst (hier eine Leseprobe). Mit Begeisterung liest die FAZ Richard Obermayrs Roman "Das Fenster". Sehr empfehlen kann die SZ Juan Jose Millas' Roman "Meine Straße war die Welt", aber auch Erik Orsennas Reportage "Die Zukunft des Wassers". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen".
Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter


