Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
2 CDs mit 116 Minuten Laufzeit. Das Leben der Banater Schwaben in Nitzkydorf ist geprägt von bäuerlichen Bräuchen und harter Arbeit. Die Abgeschlossenheit dieses kleinen Kosmos bekommt durch den Schulbesuch erste Risse: Im ständigen Wechsel zwischen Dialekt, Hochdeutsch und Rumänisch entdeckt das Kind, dass die Sprachen ganz unterschiedliche Augen haben, mit denen ganz unterschiedliche Dinge wahrgenommen werden können. Durch die Risse wird aber auch die Gewalt deutlicher erkennbar, die in den Körpern sitzt, derer sich die politischen Regime brutal ermächtigen. Für die 1953 Geborene sind die Folgen von Krieg, Deportation der Mutter in ein stalinistisches Straflager, Alkoholismus des Vaters und Enteignung der Familie alltäglich spürbar. So beschreibt Herta Müller ihre Kindheit - als sie von den späteren Nachstellungen der Securitate, dem gefürchteten Geheimdienst von Diktator Ceausescu spricht - als Einübung in die Angst, als Vorbereitung für die Angst aus politischen Gründen, die sie schließlich 1987 zur Ausreise in die Bundesrepublik treibt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2009
Nach dem Literaturnobelpreis erweist sich dies zunächst in kleinster Auflage geplante Gesprächs-Hörbuch mit Herta Müller als pekuniärer Glücksfall für den Verlag. Ein Glücksfall, so Felicitas von Lovenberg, ist es jedoch auch für jeden, der sich für Herta Müller, ihr Schreiben, ihr Leben und vor allem die Welt ihrer Herkunft, den Banat, interessiert. Sehr offen und freundschaftlich nämlich, dies der Eindruck, verlief das Gespräch, das die Interviewer mit der Schriftstellerin führten. Sie erzählt darin vom tiefen und unauslöschlichen Eindruck, den die Worte und die Sprache ihr von Kindheit an machten. Sie erzählt auch von einer Umwelt, die sie in erster Linie als "feindselig" erfuhr. Was insgesamt entstehe, lobt die Rezensentin, sei geradezu ein Bild nicht nur der Schrifststellerin, sondern geradezu eines von der "Persönlichkeit ihrer Sprache".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.10.2009
Dies sei die CD, von der die Stimme Herta Müllers genommen sei, die seit der Nobelpreis-Entscheidung immer wieder über die Radiosender gelaufen sei, schreibt Rezensent Wilhelm Trapp. Und Herta Müllers Stimme, mit der auf dieser im September 2009 erschienenen CD "frei vor sich hin" vom Dorf ihrer Kindheit erzähle, klinge darin wie das "Monument der Fremdheit", die sie in ihren Büchern immer wieder beschrieben habe: der grundierende süddeutsche Dialekt, die "apart gedehnten Auslaute" die "fast schweizerisch ansteigende Satzmelodie" und die "kakanisch ineinanderfließenden Worte". Auch meint der Kritiker, wenn er Herta Müller von ihrer Kindheit in Rumänien erzählen hört, "eine kalte Fee habe dem Kind einen dunklen Sinn für die historischen Verwerfungen in die Wiege gelegt".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








