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Klappentext
Aus dem Amerikanischen neu übersetzt von Werner Schmitz. Er ist Anwalt, 33 und hat nur eines im Kopf: Sex. Ob Alexander Portnoy in der Öffentlichkeit onaniert, es mit einem Stück Leber treibt oder seine Freundin zu einem Dreier nötigt - stets ist er hin- und hergerissen zwischen Begierden, die mit seinem Gewissen unvereinbar sind, und einem Gewissen, das mit seinen Begierden unvereinbar ist. Beim Psychiater lässt er sein verwirrtes Leben Revue passieren.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Portnoys Beschwerden - Philip Roths Klassiker in Neuübersetzung. Leseprobe
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2009
Rezensent Burkhard Müller begrüßt Werner Schmitz' Neu-Übersetzung von Philip Roths berühmten Roman "Portnoys Beschwerden" von 1969, den Kai Molvig 1974 erstmals ins Deutsche übersetzt hat. Erfreulich scheint ihm, dass die Arbeit des Übersetzers inzwischen eine höhere Wertschätzung genießt als damals, was sich auch darin zeige, dass der Name von Schmitz auf der Titelseite gleich unter dem des Autors prangt. In seiner Besprechung nimmt sich Müller eine Reihe von Sätzen aus dem Roman vor, um deren Übersetzungen bei Molvig und Schmitz detailliert zu untersuchen und zu vergleichen. Er kommt zu dem Schluss, dass beide "gute und verlässliche" Arbeit geleistet haben und dass die Neuübersetzung die ältere nicht ablöst, aber gut ergänzen kann. Die neue Übersetzung wirkt auf ihn gleichwohl ein wenig "glatter", vor allem weil die Zeit für Schmitz gearbeitet habe. Zudem bescheinigt er ihm ein "feineres rhythmisches" Ohr, ohne damit die Leistung Molvigs in irgendeiner Weise geringschätzen zu wollen. Letztlich ist es für Müller einfach eine Freude, gleich zwei gute Übersetzungen von Roths ebenso komischen wie obszönen Roman zur Auswahl zu haben.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Philip Roth' Roman "Portnoys Beschwerden", der jetzt vierzigsten Geburtstag feiert, kann Werner von Koppenfels immer noch begeistern. Der fulminante Beschwerdemonolog, den Alexander Porntoy auf der Couch des Psychoanalytikers Dr. Spielvogel vom Stapel lässt, ist für ihn ein höchst komischer und überaus raffinierter Mix aus Roman, Pornografie, Konfession und Satire. Allerdings äußert er sich eher verhalten zur Frage, ob wirklich eine Neuübersetzung nötig gewesen wäre, überzeugt ihn Kai Molvigs Erstlingsversion doch nach wie vor. Andererseits räumt er ein, dass moderne Klassiker von Zeit zu Zeit nach einer Neuübersetzung verlangen. Die nun vorliegende Fassung von Werner Schmitz hat in seinen Augen dann auch einige Vorzüge. Er hält sie insgesamt für "eine Spur genauer" und auch stilistisch oft für etwas besser als die von Molvig. Im Blick auf die Wortspiele und den "frechen kolloquialen Ton" des Originals kommt Schmitz' Übersetzung seiner Einschätzung allerdings nicht an die alte Fassung heran.
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