Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Susanne Höbel. Der Sommer 1989 wird in "Peking Koma" zum neuralgischen Punkt der Entwicklung eines Landes, das unter dem Zeichen der Befreiung jahrzehntelang von Mao Tsetung mit mörderischen Kampagnen überzogen wurde und das bis heute keinen Weg gefunden hat, mit seinen Hinterlassenschaften und den Verwüstungen in den Seelen der Menschen umzugehen. Protagonist und Erzähler ist Dai Wei, 23, Student der Molekularbiologie an der Pekinger Universität, der seine Doktorarbeit vorbereitet. So etwas wie Privatsphäre ist praktisch unbekannt, in den engen Wohnungen der Familien und erst recht in den Studentenwohnheimen auf dem Campus. Alles, was geschieht, findet vor aller Augen statt, Diskussionen, Liebesbeziehungen, alles Persönliche. Auch das trägt dazu bei, dass das Brodeln immer stärker wird. Als die Panzer den Protesten auf dem Tiananmen-Platz ein blutiges Ende bereiten, wird Dai Wei von einer Kugel lebensgefährlich am Kopf verletzt und liegt ab da im Koma. Bei wachem Geist eingesperrt in einen bewegungsunfähigen, tot wirkenden Körper, erinnert er sich...
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.02.2010
Mächtig beeindruckt zeigt sich der Rezensent Ludger Lütkehaus von diesem beeindruckend mächtigen, mehr als tausend Seiten starken Roman. Der Autor lebt seit vielen Jahren im Londoner Exil und nimmt sich die Freiheit, die jüngste chinesische Geschichte seit den achtziger Jahren als Katastrophengeschichte zu erzählen. Der Titel des Romans ist dabei wörtlich zu nehmen, da der Ich-Erzähler beim Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens angeschossen und ins Wachkoma befördert worden ist. Erst am ersten Tag des neuen Jahrtausends wird er daraus erwachen. Das Buch ist jedoch nicht linear erzählt - in weiteren Zeitebenen wird sowohl die Vorgeschichte des Massakers als auch die brutale Stadtsanierung im Vorfeld der Olympischen Spiele beschrieben. Nicht alle der noch einmal dazwischen geschobenen sprachlich anders (teils lyrisch, teils szientifisch) gehaltenen Passagen überzeugen den Rezensenten vollständig. Er hat dennoch nicht den mindesten Zweifel, dass dies ein "großer", ein "nicht zu vergessender Roman" ist.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Sehr viel erfahren wir nicht über den Erzählstil des Autors. Unendlich detailliert, so erklärt Rezensentin Elisabeth Dietz immerhin, beschreibe Ma Jian in seinem Roman die Entwicklungen zur Tragödie 1989 auf dem Tiananmen-Platz in Peking. Des Weiteren beschränkt sich Dietz darauf, uns die Handlung des Buches zu referieren. Die allerdings hat es offenbar in sich. Schonungslos wirkt der Text mit seinen Einzelheiten über den infolge einer Polizeikugel komatösen Studenten Dai Wei, über die Enge und Prüderie im China der 70er und 80er Jahre auf die Rezensentin. Dass der Autor derart unbequem gegen das von Chinas Regierung verordnete Vergessen anschreibt, flößt ihr Respekt ein.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








