Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Martin Saunders, amerikanischer Kunsthistoriker in Berlin, lernt durch Zufall David Perlensamt kennen, einen eigenartig anziehenden, geheimnisvollen Menschen. Wenige Tage nach dieser Begegnung geschieht in Perlensamts Villa in der Fasanenstraße ein Mord. Fast zur selben Zeit wird dem Auktionshaus, für das Saunders arbeitet, ein Courbet angeboten. Exakt das Bild, das Saunders in der Wohnung Perlensamts gesehen hat... Perlensamt ist ein Kriminal- und Gesellschaftsroman, der das große Thema Raub- und Beutekunst aufblättert auf den Spuren bedeutender Werke und ihrer Sammler zwischen Berlin, Paris, New York.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.11.2009
Ein spektakulärer Verriss. Kein gutes Haar lässt Rezensent Thomas Steinfeld an diesem Roman, der seiner Ansicht nach so missraten ist ("das schlechteste Buch der Saison"), dass er in aller Ausführlichkeit vernichtet gehört - schon gar, weil Kollegen im Feuilleton die Sache auch noch anders sehen. Die Handlung, die sich um eine Raubkunstgeschichte dreht, findet Steinfeld zwar hanebüchen und unplausibel genug, den größten Teil seiner Kritik widmet er allerdings der eingehenden Sprachkritik. Ein Satz wie: "Ein Haus mit Kamin ist für Ereignisse begabt" scheint ihm ganz und gar exemplarisch, in seinem "Ehrgeiz" nämlich zur sprachlichen Preziose, der freilich immer wieder nur zu katastrophalen, nicht zuletzt unfreiwillig komischen Ergebnissen führe. Oder, mit einem anderen Wort, zu nichts weiter als überambitioniertem "Kitsch".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.10.2009
Martin Zingg preist diesen Roman von Barbara Bongartz für sein Tempo und sein "Raffinement" und hat sich nach eigener Aussage durch das intelligente Versteckspiel, das die Autorin ihren Lesern zumutet, gern "zum Narren halten" lassen. Im Mittelpunkt steht die höchst ambivalente Figur des David Perlensamt, dessen Großvater angeblich Botschafter Otto Abetz im von Hitler besetzten Paris war und dessen Vater möglicherweise aus Vertuschungszwecken den Familiennamen in das jüdisch klingende Perlensamt geändert hat. Ein Kunsthistoriker und eine Bürokollegin Davids bemühen sich wechselseitig, Licht ins Dunkel der Familiengeheimnisse zu bringen, so der Rezensent. Ob der Enkel in der elterlichen Wohnung Beutekunst versteckt hält, ob er sich in eine verwickelte Täter-Rolle hineinsteigert, die sich Mitschuld einredet oder ob er sogar den eigenen Vorteil sucht, bleibt lange im Nebel, erklärt Zingg gefesselt. Die Auflösung, woher die kostbaren französischen Kunstwerke stammen, verrät der Rezensent natürlich nicht, er verspricht aber eine große "Überraschung".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Selbstgewissheit ade. Rezensentin Rose-Maria Gropp lässt alle Hoffnung auf klar umrissene Identitäten fahren bei dieser Lektüre. Was Barbara Bongartz "im Gewand eines Kriminalromans" erzählt, handelt von ungeklärten Provenienzen – von Kunstwerken und Menschen. Den Roman um einen geheimnisvollen Provenienzforscher, um Raubkunst und das Verschwimmen der Grenzen zwischen Täter und Opfer hält Gropp für raffiniert gebaut und außerordentlich spannend. So sehr sie sich an die Realität des Kunstgeschäfts erinnert fühlt, so sehr weiß die Rezensentin auch, dass Wahrheit nicht immer gleich Wirklichkeit bedeutet. Das bisschen Kolportage, das Bongartz im Buch verbaut hat, kann sie der Autorin darum leicht verzeihen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








