Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Volker Seitz

Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

Cover: Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

dtv, München 2009
ISBN-10 3423247355
ISBN-13 9783423247351
Kartoniert, 219 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Entwicklungshilfe wird reichlich gegeben. Sie wird als gute Tat nicht infrage gestellt. Das gilt auch für die Arbeit von Hilfsorganisationen. Doch die Wahrheit ist, dass diese Art von Hilfe den wichtigsten Mechanismus zerstört, der langfristig die Armut beseitigen kann: die Entwicklung eines kompetenten, unbestechlichen und den Interessen der Bevölkerung dienenden Staatsapparates. Ein Ende ist nicht in Sicht, solange die korrupten Eliten vom "Stamm der Wa Benzi", so genannt nach der sehr beliebten Automarke, in ihrer Ausplünderungsmentalität ohne jede Verantwortung regieren und unbekümmert die Ressourcen verschwenden können, weil dieser Missbrauch für sie keine Folgen hat. Nach 17 Jahren als Diplomat in Afrika plädiert Volker Seitz dafür, der schädlichen Art der Unterstützung ein Ende zu machen und neue Wege zu gehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2009

Was das Buch leistet, das leistet es eher unfreiwillig. So lässt sich Andreas Eckerts Beurteilung der Darstellung des Ex-Diplomaten Volker Seitz resümieren. Den eigentlichen Wert des Bandes erkennt Eckert nämlich darin, die Diskussion über Entwicklungshilfe anzustoßen und die Beteiligten zu differenzierten Erklärungen für Afrikas Situation zu bewegen. Seitz selbst bleibt dem Leser diese Differenziertheit schuldig, wenn wir dem Rezensenten glauben wollen. Obgleich im Kern richtig, erscheinen ihm die Vorwürfe des Autors gegen die Entwicklungshilfepraxis mitunter zu pauschal, die Schilderungen afrikanischer Zustände geradezu karikaturhaft. Außerdem hält Eckert das Tempo, mit dem Seitz die verschiedenen Problemfelder (Korruption, Oligarchie, fehlendes Gemeinwesen) abschreitet und Lösungen vorschlägt, einfach für zu hoch.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren