Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Armin Laschet

Die Aufsteiger-Republik

Zuwanderung als Chance

Cover: Die Aufsteiger-Republik

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2009
ISBN-10 3462041053
ISBN-13 9783462041057
Gebunden, 291 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Als erster Integrationsminister der Bundesrepublik Deutschland analysiert Armin Laschet die neue Integrationspolitik und skizziert, wie es Deutschland gelingen kann, auch für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu einer Republik der Aufsteiger zu werden. Laschet geht es um eine gesamtgesellschaftliche Vision: Deutschland braucht eine neue Mentalität, die jedem unabhängig von seiner Herkunft gesellschaftlichen Aufstieg ermöglicht. Die demografische Entwicklung und der Mangel an qualifizierten Fachkräften machen die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte notwendig. Qualifizierte Zuwanderung muss als Chance begriffen werden, um in dem globalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können. Erfolgreiche Integrationspolitik ist auch eine Investition in Menschen, die ein Gewinn für die deutsche Gesellschaft sind und zugleich das Ansehen und die Internationalität des Landes gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell erhöhen können.
Armin Laschet thematisiert Sorgen, Ängste und Vorurteile, die sich mit Zuwanderung und Multikulti-Realität verbinden. Mit seinem Blick auf europäische und internationale Zusammenhänge eröffnet er Perspektiven auf die Wechselbeziehung zwischen Migration und Entwicklung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.10.2009

Ein inspirierendes Buch zum Thema Integration hat Rezensent Roland Preuss da gelesen. Dass sich so etwas über eine Analyse eines CDU-Ministers sagen lässt, ist an sich schon erstaunlich. Was der Integrationsminister von NRW Armin Laschet hier versucht, nämlich Durchlässigkeit zu schaffen und Versäumnisse offen zu legen, hat für Preuss seinen Reiz vor allem durch die Ehrlichkeit, mit der Laschet Parteigenossen wie FJ Strauß und Manfred Kanther kritisiert und strukturelle Versäumnisse als Grund für die Probleme von Zuwanderern erörtert. Weniger erfreulich findet Preuss das "Wegducken" des Integrationsministers beim Schlüsselthema Bildung sowie seine Ideenlosigkeit beim Umgang mit sich der Integration widersetzenden Minderheiten. So wenig originell, wie Preuss die Vision von einer Chance zum Aufstieg für alle auch vorkommt, so richtig erscheint sie ihm dennoch.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2009

Gar nicht bescheiden findet Stefan Luft, wie sich der Autor hier aufführt. Der Umstand, dass Armin Laschet zum Thema Integration eigentlich nichts inhaltlich Weiterführendes vorzutragen hat, macht es nicht erträglicher, findet Luft. Ebenso wenig Laschets nationale Selbstanklage. Und noch viel weniger seine Selbstdarstellung als Retter in der Not. Wer Ursachenforschung betreiben will, meint Luft, der muss den Integrationsprozess auf seine hemmenden beziehungsweise fördernden Faktoren untersuchen. Als Zukunftsminister in Sachen Integration sieht Luft den Autor und CDU-Politiker in NRW also nicht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren