Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Paul Nolte

Religion und Bürgergesellschaft

Brauchen wir einen religionsfreundlichen Staat?

Cover: Religion und Bürgergesellschaft

Berlin University Press, Berlin 2009
ISBN-10 3940432644
ISBN-13 9783940432643
Gebunden, 140 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Religion ist am Anfang des 21. Jahrhunderts in die Welt zurückgekehrt. Auch in Europa und in Deutschland. Sie verlässt die privaten und innerkirchlichen Rückzugsräume. Religion ist zu einem wichtigen Bestandteil von Öffentlichkeit, von bürgerlicher Gesellschaft und Politik geworden. Es ist eine sperrige Beziehung, und doch erweist sich Religion als ein kaum verzichtbarer Faktor des öffentlichen Lebens. Warum gibt es einen neuen Ansturm auf kirchliche Schulen? Welchen Wert hat ein Kinderchor oder ein Weihnachtsbasar? Wofür zahlen wir Kirchensteuer?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.10.2009

Auch wenn die Fragestellung von Paul Noltes jüngstem Buch über den gesellschaftlichen Nutzen von Religion nicht mehr ganz taufrisch ist, hat ihm der hier rezensierende Soziologieprofessor Hans Joas doch viele Anregungen entnommen. Denn dieser "flott" geschriebene Essay vertiefe in vielen Einzelpunkten gängige Überlegungen und erweitere die Debatte durch die Bezugnahme der Religion auf eine "Bürgergesellschaft", so Joas. Wenn Nolte über den potentiellen Gewinn spricht, den Religion und die damit verbundenen Netzwerke, pädagogischen Einrichtungen oder karitativen Organisationen für eine mitfühlende Bürgergesellschaft haben, sieht der Rezensent keinen Grund zum Widerspruch. Seltsam allerdings findet Joas die unscharfe Begrifflichkeit, wenn der Autor mal von "Bürgergesellschaft" und mal von "bürgerlicher Gesellschaft" spricht, als sei Religiosität und die damit verbundenen positiven Eigenschaften eher bei den Privilegierten zu suchen. Auch wundert sich Joas, dass Nolte das Thema "Einwanderung" und seine Bedeutung für die Religion in Deutschland so gar nicht einfließen lässt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren