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zuletzt aktualisiert 22.03.2010, 09.20 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Tomasz Rozycki

Zwölf Stationen

Poem

Cover: Zwölf Stationen

Luchterhand Literaturverlag, München 2009
ISBN-10 3630621023
ISBN-13 9783630621029
Kartoniert, 173 Seiten, 7,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Eigentlich wollte der namenlose Held in Rozyckis Roman doch nur wieder einmal seine alte Großmutter besuchen, in dem kleinen Opole, in der polnischen Provinz. Doch so ein Besuch hat seine Tücken. So leicht entkommt man den kauzigen Hausbewohnern und der Einladung zur ausladenden Piroggen-Verköstigung nicht. Und ehe er sich versieht, ist er für einen ungewöhnlichen Auftrag auserkoren: Er soll die in ganz Polen verstreute Verwandtschaft zusammentrommeln, um noch einmal in die Heimat zurückzukehren, aus der sie vor einem halben Jahrhundert vertrieben worden sind.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Tomasz Rozycki: "Zwölf Stationen" - Leseprobe beim Luchterhand Literaturverlag

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2009

Heimatliteratur, grenzenlos und grandios. So sieht Rezensentin Stefanie Peter das vorliegende Versepos des jungen Autors Tomasz Rozycki, den sie für den wichtigsten polnischen Dichter seiner Generation hält. Ein Glück, dass die Verse so "einfühlsam" von Olaf Kühl ins Deutsche übertragen wurden. Peter kommt so in den Genuss einer lyrischen Prosa, die Bezüge zu Gombrowiczs und Mickiewiczs hat und "souverän" die Tradition großer surrealer Naturbeschreibung fortsetzt. Peter folgt dem Autor und seinen Figuren zurück nach Lemberg, ins Land der Legenden und der Vertreibung, in ein Gemisch der Kulturen, dem Rozycki seine eigene poetische Ordnung verleiht. Ähnlich wie in den fantastischen Reiseberichten des 12. Jahrhunderts begegnet Peter hier Fabelwesen, Wippsterzen, Kruken und Taperlaken und "irrlichternden Erinnerungen" an vergangene Schrecken. "Rozycki sollten alle lesen", ruft sie.

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