Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Tomasz Rozycki

Zwölf Stationen

Poem

Cover: Zwölf Stationen

Luchterhand Literaturverlag, München 2009
ISBN-10 3630621023
ISBN-13 9783630621029
Kartoniert, 173 Seiten, 7,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Eigentlich wollte der namenlose Held in Rozyckis Roman doch nur wieder einmal seine alte Großmutter besuchen, in dem kleinen Opole, in der polnischen Provinz. Doch so ein Besuch hat seine Tücken. So leicht entkommt man den kauzigen Hausbewohnern und der Einladung zur ausladenden Piroggen-Verköstigung nicht. Und ehe er sich versieht, ist er für einen ungewöhnlichen Auftrag auserkoren: Er soll die in ganz Polen verstreute Verwandtschaft zusammentrommeln, um noch einmal in die Heimat zurückzukehren, aus der sie vor einem halben Jahrhundert vertrieben worden sind.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Tomasz Rozycki: "Zwölf Stationen" - Leseprobe beim Luchterhand Literaturverlag

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.03.2010

Mitunter riecht es etwas streng in diesem reimlosen Poem "Zwölf Stationen" von Tomasz Rozycki, warnt Judith Leister, die sich dann aber umso freudiger in diesen "gärenden und schillernden, brodelnden und krabbelnden Mikrokosmos der Provinz" begab. Gedeihen können die verschiedenen Zersetzungsprozesse auf der Erfahrung des Krieges und der Zwangsumsiedlung vieler Polen nach dem Zweiten Weltkrieg, erklärt die Rezensentin. Ein Enkel wird durch die polnische Provinz geschickt, um Verwandte abzuholen, die alle gemeinsam eine Reise in die alte Heimat machen wollen, fasst  Leister zusammen, die sogleich versichert, dass es sich bei dem Text keineswegs um "Vergangenheitsverklärung" handelt. In ihren Augen geht es Rozycki um die "Einheit des Seins", indem er "Idyll" und "Antiidyll" gleichermaßen in eine Sprache fasst, die mit den schönsten sprachlichen Bildern betört, wie Leister lobt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2009

Heimatliteratur, grenzenlos und grandios. So sieht Rezensentin Stefanie Peter das vorliegende Versepos des jungen Autors Tomasz Rozycki, den sie für den wichtigsten polnischen Dichter seiner Generation hält. Ein Glück, dass die Verse so "einfühlsam" von Olaf Kühl ins Deutsche übertragen wurden. Peter kommt so in den Genuss einer lyrischen Prosa, die Bezüge zu Gombrowiczs und Mickiewiczs hat und "souverän" die Tradition großer surrealer Naturbeschreibung fortsetzt. Peter folgt dem Autor und seinen Figuren zurück nach Lemberg, ins Land der Legenden und der Vertreibung, in ein Gemisch der Kulturen, dem Rozycki seine eigene poetische Ordnung verleiht. Ähnlich wie in den fantastischen Reiseberichten des 12. Jahrhunderts begegnet Peter hier Fabelwesen, Wippsterzen, Kruken und Taperlaken und "irrlichternden Erinnerungen" an vergangene Schrecken. "Rozycki sollten alle lesen", ruft sie.

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Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren