Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ingo Schulze

Was wollen wir?

Essays

Cover: Was wollen wir?

Berlin Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 3827000548
ISBN-13 9783827000545
Gebunden, 256 Seiten, 22,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Als Beobachter der Gesellschaft, in der wir leben, tritt uns Ingo Schulze in den vorliegenden Reden und Essays entgegen, die sein politisches Engagement zeigen - mit dem machtvollen Mittel der Sprache. "Mein Problem war und ist nicht das Verschwinden des Ostens, sondern das Verschwinden des Westens, eines Westens mit menschlichem Antlitz. Spätestens seit 1989/90 befindet sich die Politik auf dem Rückzug. Sie gibt von sich aus die Kompetenz ab und ebnet einer Ökonomisierung aller Lebensbereiche, einem Exzess-Kapitalismus, den Weg. Die Politik versteht sich als Management, die Bürger werden auf Konsumenten reduziert, und der beste Bürger ist folglich der Playboy, weil er in möglichst kurzer Zeit möglichst viel ausgibt."
Für Ingo Schulze beginnt Widerstand mit Wahrnehmung. Seine Essays, Reden und Wortmeldungen zu Literatur und Gesellschaft sprechen eine Sprache, die die Welt als veränderbar zeigt.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Ingo Schulze: "Was wollen wir?" - Leseprobe beim Berlin Verlag

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.12.2009

Thomas Steinfeld nutzt die Vorstellung dieses Bandes mit Rezensionen, Reden und Aufsätzen für eine Bestandsaufnahme des gesamten Werks von Ingo Schulze. Das Buch lässt sich nämlich als eine Art Werkgeschichte Schulzes lesen, da uns darin nicht nur der Autor als "politischer Philosoph" deutlich entgegentritt, sondern auch seine enorme Vielfalt, was Sprachstil und die Anverwandlung verschiedener Genres angeht, augenfällig wird, wie der Rezensent preist. Und so ist für den erfreuten Steinfeld dieser Band eine willkommene Gelegenheit, den Autor einmal mehr als "Doppelwesen" in Augenschein zu nehmen, bei dem sich das "Moderne mit dem Romantischen", die "bürgerliche Welt" mit der "Magie" trifft. Nicht zuletzt hier fühlt sich der Rezensent stark an E.T.A. Hoffmann erinnert und freut sich, dass er jetzt den Autor anhand dieser kleinen Schriften noch mal genauer betrachten kann.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2009

Dieser Band mit Texten aus den vergangenen Jahren zeigt für den Rezensenten Roman Luckscheiter, dass Ingo Schulze einer jener Ostautoren ist, die über den Westen aufklären. Doch auch wenn in Schulzes Reden, Kurzgeschichten und Glossen immer wieder die Unterschiede zwischen Ost und West hervorgehoben werden, demonstrieren sie dem Rezensenten genauso, dass eine "Fusion" mittlerweile stattgefunden hat. In den Texten zeige sich das in einer "Mischung aus Euphorie und Schleudertrauma", die den Schock über den plötzliche Wechsel der Staatssysteme in sich trage, so Luckscheiter. Er findet bei Schulze einen an Peter Weiss und Wolfgang Hilbig geschulten "emphatischen" Literaturbegriff, der im Erzählen auch immer einen gesellschaftlichen Auftrag sieht und von der Überzeugung getragen ist, dass Literatur Staaten stürzen kann. Wenn sich Schulze als politischer Redner versucht, wie bei der Verleihung des Thüringer Literaturpreises, dann klingt allerdings ein "Pathos" an, das den "leichtfüßigen" Essays und durchaus witzigen Prosatexten dankenswerter Weise völlig fremd ist, wie der Rezensent betont.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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