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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Friedrich Dieckmann

Deutsche Daten oder Der lange Weg zum Frieden

Cover: Deutsche Daten oder Der lange Weg zum Frieden

Wallstein Verlag, Göttingen 2009
ISBN-10 3835305727
ISBN-13 9783835305724
Gebunden, 188 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

1945, 1949, 1953, 1961, 1989 - jede dieser Jahreszahlen steht für bedeutende Entscheidungspunkte der deutschen Geschichte. Von heute aus gesehen, ist der Blick oft unscharf dafür, dass die Geschichte, so wie sie verlaufen ist, nicht zwangsläufig hat verlaufen müssen. Die Daten bezeichnen Schwebezustände der letzten 60 Jahre, in denen Geschichte plötzlich zum Drama wird, weil ihnen noch ganz verschiedene Möglichkeiten innewohnten.
Friedrich Dieckmann richtet seinen Blick genau auf diese Momente, und er fördert oft Überraschendes zutage: Etwa in der detaillierten Beschreibung der Interessenlage der verschiedenen Machtzirkel im Kreml 1953, die erst in den letzten Jahren durch geöffnete russische Archive möglich wurde: Im Ergebnis hat der "Volksaufstand" des 17. Juni in der DDR Ulbrichts Herrschaft zementiert, was freilich die Demonstrierenden in Berlin und anderswo nicht ahnen konnten und was die Tragik der Ereignisse nur noch vergrößert. Ähnlich minutiös untersucht Dieckmann die Situation im besetzten Deutschland 1945, die Staatsgründungen 1949, den Mauerbau, die Vereinigung der beiden Deutschlands nach Art. 23 des Grundgesetzes. Und immer spricht er als jemand, der Vorgeschichte nicht nur in Jahren und Jahrzehnten bemisst, sondern in Kenntnis von Jahrhunderten deutscher Geschichte argumentiert.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.10.2009

Dieses Buch hat im Rezensenten Christoph Dieckmann das beglückende Gefühl hervorgerufen, sich auf dem Heidelberger Philosophenweg mit Blick auf Hölderlins Neckartal zu befinden. Dabei beschreibe das Buch eine Konferenz west- und ostdeutscher Autoren 1993 auf Hiddensee. Doch biete es eben mehr: nämlich "sieben kühl glänzende Essays", summiert zur "deutschen Nachkriegsgeschichte", deren Eckdaten bereits der Schutzumschlag des Bandes nenne. Immer wieder freut sich der Rezensent an unpopulistisch-scharfsinnigen Volten, genießt, dass hier einmal nicht in "perspektivischer Verkürzung" gedacht und beschrieben wird. Auch findet er die "spiegelbildlich" beschriebene Identität Ost- und Westdeutscher höchst überzeugend dargestellt. Insgesamt dringt für den Rezensenten das "Glockenspiel der Geschichte" aus diesem Buch.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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