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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Harro Zimmermann

Friedrich Schlegel oder Die Sehnsucht nach Deutschland

Die Biografie des ersten deutschen Intellektuellen

Cover: Friedrich Schlegel oder Die Sehnsucht nach Deutschland

Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2009
ISBN-10 3506767178
ISBN-13 9783506767172
Gebunden, 453 Seiten, 38,00 EUR

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Klappentext

Harro Zimmermanns Buch beschreibt den neuen Typus des "gesellschaftlichen Schriftstellers" am Ende des 18. Jahrhunderts in seinen intellektuellen Anstrengungen, Hoffnungen und Irritationen vor einem differenzierten Zeit- und Wirkungshorizont. Es wird erkennbar, wie das Denken Schlegels die Erbschaft der Aufklärung bewahrt und verwandelt. Der Leser wird Zeuge einer dramatischen intellektuellen Entwicklung, die mit der ironisch-politischen Provokation des Frühromantikers anhebt, um schließlich in einem verjüngten Wissensglauben zu enden, der die Zerstörungskräfte der Moderne noch einmal in die Erziehung des Menschengeschlechts heimholen möchte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.11.2009

Schade, schade, seufzt Gustav Seibt laut vernehmlich. Die erhoffte, so dringend vermisste ganz große Biografie zu Friedrich Schlegel ist es doch wieder nicht, was er da von Harro Zimmermann geboten bekommt. Das "Erbübel" der Schlegel-Forschung, die Trennung des "frühen" vom "späten" Schlegel, bleibt bestehen. Zimmermanns intellektueller Ansatz bewältigt den "gigantischen" Lebens- und Schaffensstoff nicht zu Seibts Befriedigung. Zu oberflächlich werden die äußeren Umstände, die Orte und Beziehungen von Schlegels Leben und die gesellschaftlichen und geistig-politischen Verhältnisse seiner Zeit beleuchtet, erklärt Seibt bedauernd. Und erst die Texte! Hier vermisst Seibt die Ruhe und Geduld, die dem Leser die Struktur von Schlegels Denken zu erschließen imstande wäre. Schlegels Leben als innerer Monolog - das ist für Seibt nicht mehr als ein Hinweis auf die immer noch zu schreibende große Schlegel-Biografie.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.09.2009

Einen zwiespältigen Eindruck hat Harro Zimmermanns Studie über den Frühromantiker Friedrich Schlegel bei Rezensent Norbert Hummelt hinterlassen. Verdienstvoll erscheint ihm, dass der Autor die Schriften Schlegels einer genauen Betrachtung unterzieht und die "gedanklichen Fäden" sucht, die die verschiedenen Seiten dieses widersprüchlichen, zerrissenen Geistes verbinden. So komme der Theoretiker der Frühromantik und der ästhetische Revolutionär ebenso zu seinem Recht wie der konservative Religiöse oder der Mystiker. Eine echte Biografie ist das Buch zu Hummelts Bedauern aber nicht, liegt der Fokus in seinen Augen doch zu sehr auf den Schriften und zu wenig auf dem Leben Schlegels. Zudem fehlt ihm ein genauerer Blick auf die Beziehung von Leben und Denken sowie eine Schilderung des Zeitkolorits. Statt eines anschaulichen und lebendigen Bildes von Schlegel findet er in dem Buch im Wesentlichen die Inhalte von dessen Schriften wiedergegeben, die dem Autor alle gleich wichtig erschienen, "aber deshalb leider mehr und mehr am Leser vorbeirauschen".

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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