Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kishore Mahbubani

Die Rückkehr Asiens

Das Ende der westlichen Dominanz

Cover: Die Rückkehr Asiens

Propyläen Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3549073518
ISBN-13 9783549073513
Gebunden, 334 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Mit China und Indien schließen die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde wirtschaftlich zur Weltspitze auf. Ihr politisches Gewicht erhöht sich entsprechend. Das 21. Jahrhundert wird ein asiatisches sein, darüber sind sich alle politischen Beobachter einig. Weitgehend unbestritten ist auch, dass damit einhergehend die zweihundertjährige Dominanz des Westens beendet, zumindest relativiert wird. Nicht nur ökonomisch, auch politisch.
Das Buch des singapurischen Politikwissenschaftlers Kishore Mahbubani ist eine der ersten maßgeblichen Stimmen aus Asien, die sich mit dieser dramatischen Machtverschiebung befassen. Im Gegensatz zu den oft alarmistischen Wortmeldungen westlicher Provenienz strahlt es das neue Selbstbewusstsein aus, mit dem die asiatischen Eliten den Gang der Ereignisse begleiten. Mahbubani zeigt, wie die Übernahme westlicher Modelle - Öffnung der Märkte, Leistungsgesellschaft - Asien nach vorn gebracht hat, erst Japan, dann die Tigerstaaten, schließlich China und Indien. Zugleich kritisiert er die westliche Doppelmoral bei der Forderung nach Demokratie und Menschenrechten oder bei der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.09.2009

Wie lässt sich ein immer stärker werdendes Asien in die globale Community integrieren? Rezensent Thomas Speckmann stößt in diesem Buch des ehemaligen Botschafters und Politologen Kishore Mahbubani zwar durchaus auf bedenkenswerte Antworten (Reform der UN, innenpolitische Methoden global nutzen). Insgesamt jedoch erscheint ihm Mahbubanis damit einhergehende Kritik an europäischen und US-amerikanischen Politikansätzen überholt. Schließlich, so Speckmann, sei der vom Autor vermisste amerikanische Pragmatismus mit Obama zurückgekehrt, bewältige Europa die Weltwirtschaftskrise mit vergleichsweise kühlem Kopf.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren