Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Helmina von Chezy

Leben und Kunst in Paris seit Napoleon I.

Cover: Leben und Kunst in Paris seit Napoleon I.

Akademie Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 3050046287
ISBN-13 9783050046280
Gebunden, 768 Seiten, 79,80 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Benedicte Savoy. Kommentiert von Mara Bittner, David Blankenstein, Lisa Hackmann, Rene Hartmann, Matthias Heuser, Sophie Jung, Eva-Maria Knels, Malte Lohmann, Nadine Ott, Phlippa Sissis und Nina Struckmeyer. Die junge Berlinerin Helmina von Hastfer (1783-1856), geborene Klencke, reist 1801 nach Paris, um als Journalistin aus dem politischen und kulturellen Zentrum Europas zu berichten. Sie wird Mitarbeiterin der von Friedrich Schlegel herausgegebenen Zeitschrift Europa, verfasst Beiträge für deutsche Zeitschriften wie "Eunomia" oder "London und Paris" und gibt von 1803 bis 1804 die "Französischen Miscellen" für Johann Friedrich Cotta heraus. Das Werk "Leben und Kunst in Paris seit Napoleon dem Ersten" (zweibändig 1805 und 1807 publiziert) ist das Resümee der ersten Jahre ihrer journalistischen und schriftstellerischen Tätigkeit in der französischen Hauptstadt. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2009

Als erstaunliche Entdeckung feiert Joseph Hanimann Helmina von Chezys 1806 in Weimar erschienenes Paris-Buch, das schon im 19. Jahrhundert vergriffen war und nun verdienstvoller Weise in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Insbesondere der frische, unbekümmerte Blick, mit dem die bei ihrem Parisaufenthalt erst 20-jährige Berliner Autorin Museumsbesuche, Landpartien, Salonbesuche und allgemeine Beobachtungen notiert, haben es dem Rezensenten angetan. Dass sie dabei mitunter überraschend reife Urteile fällt, registriert Hanimann ebenso wie er merkt, dass insbesondere ihre geschichtlichen Reflexionen häufig "angelesen" oder "mitgehört" klingen. Aber auch im nebenbei Aufschnappen vermag der Rezensent noch ein besonderes Talent der Autorin auszumachen und ihre "weibliche" Perspektive weiß er ebenfalls besonders zu schätzen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.09.2009

Was Helmina von Chezy bereits 1805 und 1807 als Verehrerin Napoleons (doch nicht nur) aus Paris, von den Landsitzen der Kaiserfamilie, aber auch von Volksfesten berichtet, hat für Rezensent Lothar Müller sowohl den Beiklang Rousseaus, Jean Pauls und Merciers, als auch, so wenn die Autorin in einer "Mischform aus Spaziergang, Gespräch und Brief" die Bestände des Louvre mustert, etwas von den Brüdern Schlegel. Dankbar stellt der Rezensent fest, wie vorbildlich diese Neuausgabe alles, worüber die Autorin berichtet (Orte, Figuren, Ereignisse), zu kommentieren weiß. Der politische Kontext, das Empire Napoleons I., wird Müller so gegenwärtig.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren