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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Feng Li

Ein vermeintlicher Herr

Roman

Cover: Ein vermeintlicher Herr

Ostasien Verlag, Gossenberg 2009
ISBN-10 3940527149
ISBN-13 9783940527141
Gebunden, 302 Seiten, 24,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Chinesischen von Ulrich Kautz. Der Roman erzählt die Geschichte eines Mannes in mittleren Jahren - unglücklich verheiratet, zeugungsunfähig, mit spärlichem Haarwuchs -, der sich Mitte der neunziger Jahre des 20. Jh. als Leiter eines "Forschungsinstituts für Kultur" in einer chinesischen Provinzstadt vornimmt, wenigstens einmal im Leben etwas zustande zu bringen, das seinen Prinzipien und innersten Wünschen entspricht. Er verstrickt sich dabei jedoch in eine Farce, an deren Ende er - nein, nicht ganz mit leeren Händen dasteht, sondern, immerhin! - die Frau seines Lebens gefunden hat, eine ebenso spröde und unkonventionelle wie intelligente und liebesfähige Persönlichkeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.09.2009

Zwar ist dem Rezensenten Ludger Lütkehaus nicht so ganz klar, was dieser Roman von Feng Li überhaupt sein will oder soll - ob nun "Liebesroman, Geschlechtergroteske, Satire auf das von den Funktionären beherrschte 'kulturelle Leben'" -, aber gut unterhalten fühlt er sich trotzdem. Daran ändert auch nichts, dass der Spannungsbogen der Geschichte nicht so richtig funktioniert. Dafür erfreut Lütkehaus sich zum Beispiel an den ",individuellen, konturenscharfen Charakteren", an der "feinen Ironie", die die Geschichte durchzieht, und ganz allgemein am Humor der Autorin. Sie ist für ihn ein weiterer Beleg für seinen sich mit jeder Lektüre festigende Einschätzung: "In wenigen Literaturen der Welt wohl geht es so witzig zu" wie in der chinesischen.

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