Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nicholas Stern

Der Global Deal

Wie wir dem Klimawandel begegnen und ein neues Zeitalter von Wachstum und Wohlstand schaffen

Cover: Der Global Deal

C. H. Beck Verlag, München 2009
ISBN-10 3406591760
ISBN-13 9783406591761
Gebunden, 287 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Unter den Gesichtspunkten Klimawandel - Wirtschaftswandel - Politikwandel entwirft Lord Stern ein Szenario, den CO2-Ausstoß bis 2050 um 80 Prozent (im Vergleich zu 1990) zu reduzieren. Dieses notwendige Ziel ist nur zu schaffen, wenn eine Technologie-Revolution zu Gunsten erneuerbarer Energien einsetzt, in diesen Wirtschaftssektor massiv investiert wird und neue Jobangebote entstehen. Im Dezember 2009 trifft sich die Weltgemeinschaft in Kopenhagen, um über die Zukunft der Welt-Klimapolitik zu beraten. Es gilt neu zu definieren, was "gerechte" Lösungen sind, welche Maßnahmen die ärmsten Länder tragen können und welche Verantwortung die sogenannten "Industrienationen" übernehmen müssen. Dafür ist es erforderlich, einen weltweiten Konsens zu erarbeiten und umzusetzen.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Nicholas Stern: Der globale Deal - Leseprobe beim Verlag C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2009

Rezensent Thomas Speckmann begrüßt Nicholas Sterns Plädoyer für ein globales Klimaabkommen. Er schätzt den ehemaligen Chefökonomen und Vizepräsidenten der Weltbank und heutigen Leiter des "Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment" an der London School of Economics als einen Kenner der Materie, dessen "Stern-Report" 2006 die Öffentlichkeit aufhorchen ließ, weil er die wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels klar benannte. In Sterns aktuellem Buch sieht Speckmann eine Art Rettungsplan, den der Autor mit Blick auf den Kopenhagener Klimagipfel im Dezember vorgelegt hat. Besonders hebt er Sterns Ausführungen über die Förderung der Windenergie in Deutschland hervor, durch die bis 2020 ein Viertel des Stromverbrauchs erzielt werden kann - nahezu frei von CO2. Ausführlich referiert er schließlich die Schlüsselelemente von Sterns globalen Klimaabkommen und dessen Finanzierung., die dem Rezensenten überaus realistisch und bedenkenswert erscheinen.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.09.2009

Recht beeindruckt hat Rezensentin Elisabeth von Thadden dieses Buch des britischen Starökonomen Nicholas Stern gelesen, das ihr besonders wegen seiner Verknüpfung der Klimafrage mit der Armutsfrage zu denken gab. Es sei, schreibt sie, der Kerngedanke des Buchs, "den Zusammenhang zwischen Wachstum und Emissionen unwiderruflich zu kappen". Die Industrieländer sollen den Rest der Welt außerdem den sparsamen Umgang mit Ressourcen lehren, da sie die historische Schuld an der Erderwärmung trügen. Auch leuchtet der Rezensentin Sterns Einsatz für den Ausbau lokaler Energiestrukturen ein. Was sie allerdings am Interessantesten findet, ist die Tatsache, dass das Buch zwar für sie immer wieder Fragen aufwirft, man beim Lesen aber trotzdem nie wirklich Kritik an Sterns Konzepten in den Sinn kommt. Und dass, obwohl seine Diagnose vom Versagen der Märkte, die ihn nun die Gerechtigkeitsfrage zum zentralen Antriebsmotor der Märkte machen lässt, aus ihrer Sich zutiefst dem "Idealmodell" eines Marktes verhaftet bleibe, der "im Regelfall funktioniert".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren