Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Imre Kertesz
Briefe an Eva Haldimann
Klappentext
Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm. In einem Budapester Schwimmbad erfuhr Imre Kertesz 1977 zufällig, dass in der Neuen Zürcher Zeitung eine Rezension seines in Ungarn kaum beachteten Erstlings Roman eines Schicksallosen erschienen war. Die Verfasserin war Eva Haldimann, die, selbst ungarischer Abstammung, das Literaturgeschehen in ihrer ehemaligen Heimat mit ihren hoch geschätzten Buchbesprechungen in der NZZ über Jahrzehnte zuverlässig begleitete, um den Autoren ein kleines Fenster nach dem Westen zu öffnen. Zwischen der Rezensentin und dem Autor entwickelte sich ein Briefwechsel, der seine höchste Intensität erst nach der anderen großen Öffnung, der europäischen Wende, erreichte und damit zu einem sehr persönlichen und einem Zeitdokument über das Jahrzehnt zwischen Kertesz erstem literarischen Erfolg in Deutschland und dem Nobelpreis 2002 geworden ist - seinen einzigartigen Aufstieg vom verkannten ungarischen Schriftsteller zum Weltautor.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.2009
"Aufschlussreich" findet Ilma Rakusa den Briefwechsel zwischen Imre Kertesz und der Schweizer Literaturkritikerin Eva Haldimann, auch wenn nur die Briefe des Autors erhalten sind. Ilma Rakusa beschränkt sich in ihrer Rezension darauf, die wiederkehrenden Themen in Kertesz' zwischen 1977 und den neunziger Jahren entstandenen Briefen zu benennen: Immer wieder gehe um Kertesz' von Isolation geprägte Situation in Ungarn und um die Frage, ob er nicht besser emigrieren würde. Kertesz' Briefe überspannen die Wendezeit, in der sich der Autor, wie Rakusa beobachtet, verbittert zeigt, dass seine Landsleute die Veränderung nicht als Entdeckung der Freiheit, sondern als Zusammenbruch erleben würden. Seine Selbstdefinition als Individuum, dem die Zuschreibungen, Ungar oder Jude zu sein, gleichermaßen "absurd" sind wie das Dasein überhaupt, führt ihn zum Camus'schen Satz, das Glück sei eine Pflicht, konstatiert die Rezensentin. Von Haldimann, deren Wirken Rakusa für Kertesz' Rezeption höchste Bedeutung zuerkennt, gibt es in diesem Band zwar keine Briefe, doch im Anhang immerhin Auszüge aus einigen Artikeln zu lesen.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.09.2009
Als "Chronik einer schwierigen Gegenwart Ungarns" hat Rezensent Hans-Peter Kunisch die Briefe des ungarischen Nobelpreisträgers an "seine wichtigste Leserin", die Kritikerin Eva Haldimann, geschrieben, deren Profil freilich sehr unscharf bleibt. Die Korrespondenz, von der nur Imre Kertesz' Briefe abgedruckt sind, beginnen im Jahr 1977 und brechen - lesen wir - mit dem Nobelpreis ab. Kuhnisch zufolge kommentiert Kertesz darin private Befindlichkeiten ebenso, wie die Zeitverläufe, was besonders dramatisch in den Jahren um 1990 wird. Interessant findet der Rezensent auch, dass dieser Autor weniger den Ostblock als seine individuelle Existenz als Käfig beschreibt - ein Zustand, der augenscheinlich bei aller Beschränkung auch ein Maximum an Freiheit bietet. Dennoch erschüttert Kunisch auch ein Bericht aus der maroden Stadtmitte Ostberlins kurz nach dem Mauerfall.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








