"Die meisten Menschen lieben Europa, aber nicht seine Institutionen... Hier fallen täglich Entscheidungen, die die europäischen Bürger im Alltag direkt betreffen. Doch kaum jemand weiß, wie es in diesen Einrichtungen aussieht und wie sie arbeiten", schreibt Herausgeber Kurt J. Lauk. Deshalb informiert Inigo Mendez de Vigo über die Charta der Grundrechte, fragt Alain Lamassoure 'Wer hat was zu sagen?', befasst sich Elmar Brök mit der Machtbalance der Institutionen nach Lissabon, schreibt Jose Ignacio Salafranca Sänchez-Neyra über die Außen- und Sicherheitspolitik, Alexander Graf Lambsdorff über die EU-Erweiterung und abgestufte Mitgliedschaften, Godelieve Quisthoudt-Rowohl über die europäische Außenhandelspolitik, Richard Corbett über den Ablauf des Gesetzgebungsprozesses und Reimer Böge über die Zukunft des EU-Haushalts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2009
Rechtzeitig zum Europawahljahr und hinsichtlich der geringen Wahlbeteiligung zeigt dieser Sammelband dem Rezensenten, wie wichtig Insiderberichte wie diese aus dem Räderwerk der EU sind. An der Kompetenz der zwölf Autoren, allesamt Mitglieder des EU-Parlaments, hat Stefan Fröhlich keinen Zweifel. Dass es sich bei den Beiträgen nicht um die üblichen Appelle von Politikern handelt, sondern um pragmatisch orientierte Zeugnisse für das Festhalten an der Idee einer Union der Völker Europas auch und gerade nach Lissabon, findet Fröhlich angenehm. Dass der Band nicht alle Facetten der EU-Politik abdecken kann und an die Parlamentsperspektive gebunden bleibt, kann er verkraften.
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