Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Paul Kirchhof

Das Maß der Gerechtigkeit

Bringt unser Land wieder ins Gleichgewicht!

Cover: Das Maß der Gerechtigkeit

Droemer Knaur Verlag, München 2009
ISBN-10 3426274795
ISBN-13 9783426274798
Gebunden, 432 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Wasser predigen und Wein trinken, das scheint das Grundprinzip zu sein, nach dem unsere Gesellschaft in allzu vielen Bereichen funktioniert. Das hat fatale Folgen: Einmal in Schieflage geraten, kommt das Land immer mehr aus dem Gleichgewicht. Die Gerechtigkeit bleibt auf der Strecke. Mit bestechender Klarheit schildert Paul Kirchhof, warum Staat, Wirtschaft und Politik die Orientierung verloren haben, und er fordert: Stellt das verlorene Gleichgewicht wieder her! Jeder einzelne Bürger, jedes Unternehmen, jede Gruppierung handelt scheinbar vernünftig, doch im Ergebnis entsteht ein großer Missklang: Unter dem Einfluss organisierter Interessen produziert das Parlament Jahr für Jahr so viele Gesetze, dass niemand sie mehr verantworten oder befolgen kann; die Wirtschaft löst sich aus der Bindung an allgemeine Werte; das Recht verliert seine Autorität. Von hier aus ist es nur ein kleiner Schritt zum Steuerbetrug via Liechtenstein - Unrechtsbewusstsein Fehlanzeige.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.01.2010

Mit großer Zustimmung hat Rolf Lamprecht dieses Plädoyer Paul Kirchhofs für ein neues Steuerrecht gelesen. Der ehemalige Verfassungsrichter will seines Erachtens damit den mündigen Bürger "ansprechen und überzeugen". Konkrete Reformvorschläge referiert Lamprecht zwar nicht, hebt aber hervor, dass Kirchhof ein Steuerrecht im Sinn hat, das gerecht, nachvollziehbar und vertrauenswürdig ist. Jeder Bürger solle seine Pflicht, Steuern zu zahlen, aus Verantwortung und Überzeugung anerkennen können. Lobend erwähnt Lamprecht den gewandten Stil, den der Autor schreibt, und die zahlreichen historischen und mythologischen Beispiele, mit denen er seine Thesen illustriert.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2009

Jochen Zenthöfer kann sich nicht recht entscheiden, was er da gelesen hat. Am ehesten ein "rechtssoziologisches Werk" des ehemaligen Kompetenzteamlers der Kanzlerin, Paul Kirchhof. Der verhinderte Finanzminister stellt darin seine "wahrscheinlich unpraktikable Lösung" einer Wahlrechtsreform vor: Parteien müssen sich vor der Wahl auf mögliche Koalitionspartner festlegen und dies dann auch einhalten. Gibt es keine Mehrheit, erhält die vorverpflichtete Koalition mit den meisten Stimmen 50 Prozent und 5 Sitze - komme was wolle. Fragwürdig ist, ob das Verfassungsrecht da mitspielen würde. Obwohl der Autor im Buch seine Wahlniederlage verarbeite, sieht der Rezensent keine persönliche Misserfolgsgeschichte protokolliert, aber auch kein wissenschaftliches oder polit-programmatisches Werk, denn die Überlegungen, die sich hauptsächlich mit dem Grundgesetz beschäftigten, seien für das Berliner Tagesgeschäft völlig "irrelevant".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren