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Georg Diez
Der Tod meiner Mutter
Klappentext
Georg Diez, Autor der Süddeutschen Zeitung, berichtet vom Sterben seiner Mutter, ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Würde und seinem eigenen Umgang mit dem Unausweichlichen. Wenn das Sterben und der Tod ins Leben eines Menschen treten, ist die Reaktion oft Schweigen und Sprachlosigkeit. Für den unwiederbringlichen Abschied eines geliebten Menschen fehlen uns die Worte, die das Leiden und den Schmerz angemessen fassen. Der Autor und Journalist Georg Diez aber hat nach dem Krebstod seiner Mutter den Mut zu erzählen, wie sich ein solcher langer Abschied vollzieht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.10.2009
"Ein erschütterndes, kenntnisreiches und vor allem ehrliches Buch" befindet Rezensent Roland Mischke über Georg Diez' Buch zum Tod seiner Mutter, und er verzeichnet mit dieser Krankheitsgeschichte auch einen generellen Durchbruch des Todes als Thema in der Gegenwartsliteratur. Vom Tumormarker bis zur langsamen Aufgabe des Selbstbewusstseins wird dabei in Diez' Buch jedes Stadium des Lebens mit dem Krebs beschrieben, resümiert Mischke knapp und erzählt vom Lebenswandel der Mutter weg von der Ehe hin zu Liebhabern und Alkohol, den er mutig findet. Die Spannung dieses Buches entwickelt sich für Mischke in der Gegenüberstellung vom schrittweisen Sterben der Mutter und dem Heranwachsen der jüngsten Tochter von Diez. Formal wechsele Diez perspektivisch erzählend zwischen seinen eigenen Gedanken und der Beschreibung, wie die Mutter lebt. Das Buch steht für Mischke in einer Reihe mit Christoph Schlingensiefs Krankheitsprotokoll und Kathrin Schmidts Roman "Du stirbst nicht".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2009
Auf etwas merkwürdigen Umwegen nähert sich Rezensent Tobias Rüther diesem autobiografischen Buch seines SZ-Kollegen Georg Diez. So schweift er etwa gleich ab zu einem Werk, in dem Julian Barnes in vielen verschiedenen Stimmen über den Tod und das Sterben schrieb. Dabei ist Diez' Buch ganz anders: Ein persönlicher Bericht über das Leben des Autors mit einer Sterbenden - seiner Mutter - und also über den Tod. Durchaus nicht beschönigend beschreibe der Autor, so Rüther, wie es ihm dabei ergeht. Den Stil des Journalisten Diez erkennt der Rezensent darin wieder, nämlich insbesondere dessen "lakonisches Pathos". Nun hatte Richard Kämmerlings in einem FAZ-Aufmacher jüngst sein Unbehagen über die Krankheits- und Todes-Bekenntnisliteratur und insbesondere auch dieses Buch geäußert. Rüther hält sich da deutlich zurück. So sehr allerdings, dass am Ende nicht recht zu sagen ist, ob er die Banalität vieler Sätze für ein Problem dieses Werks oder wirklich für unvermeidlich hält. Unfreundlich ist die Rezension aber ganz sicher nicht.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.08.2009
Interessiert, aber nicht widerspruchslos hat Rezensentin Elisabeth Raether dieses Buch von Georg Diez über Leben und Tod seiner Mutter gelesen. Denn so exemplarisch sie Diez?'Schilderungen seiner Beziehung zur Mutter wohl findet, nimmt sie Hannelore Diez doch immer wieder vor den Vorwürfen und Interpretationen ihres Sohnes Georg in Schutz, und sympathisiert merklich mit den von ihm kritisierten Positionen seiner Mutter. Den Verlauf der Krankheit mache der Autor zur Rahmenerzählung seines Buchs. Die Binnenerzählung handele von seiner Kindheit und Jugend, in die auch Rückblicke auf Kindheit und Jugend der Mutter gewoben sind, so wir die Ausführungen der Rezensentin richtig deuten, die hier weniger literaturkritisch als ideologiekritisch argumentiert.
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