Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rolf Schneider

Marienbrücke

Roman

Cover: Marienbrücke

Osburg Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 3940731250
ISBN-13 9783940731258
Gebunden, 413 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Dieser Roman ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen den Totalitarismus - in welcher Gestalt auch immer. Eine Kindheit in Nazi-Deutschland, eine Jugend in der jungen DDR, ein Leben zwischen Anpassung und Verrat. In seiner großen Erzählung über das Werden und Scheitern des Jacob Kersting gelingt Rolf Schneider ein Roman, in dem sich Glaube und Irrtum des 20. Jahrhunderts spiegeln.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2010

Maria Frise ist enttäuscht von diesem Roman des in der DDR einst durchaus namhaften Rolf Schneider. Um ihr die letzten vierzig Jahre Geschichte zu vermitteln, hat der Held des Buches, ein sehr zögerlicher Kunsthistoriker namens Jacob Kersting, autobiografisch geerdet und durchaus sympathisch in den Augen Frises einfach nicht genug Kontur. So ergeht es der Rezensentin auch mit dem übrigen Personal, das durch Jacobs Gegenwart und durch seine Kindheit unterm Hakenkreuz geistert. Mit mehr Raum für die Figuren und mit mehr politischer Tiefe (anstatt bloßer Daten), meint Frise, hätte daraus ein interessanter Blick zurück in die DDR-Wirklichkeit werden können.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.08.2009

Etwas konstruiert erscheint die Geschichte um den passiven Kunsthistoriker Kersting der Rezensentin. Dabei schätzt Franziska Augstein den Autor ansonsten ganz und gar nicht gering. Augstein lobt Rolf Schneiders sprachliche und erzählerische Fähigkeiten, sein Gespür für Tempo und sein "schönes" Deutsch. Dass die wechselweise von Kerstings Kindheit in der Nazizeit und von einem Arbeitsaufenthalt im Wien des Jahres 1988 erzählende Story nicht so richtig in die Gänge kommt, liegt laut Augstein an zweierlei: An dem unmotivierten "Abklappern" historischer Daten und dem gleichfalls nicht zwingend erscheinenden Auf- und Abtreten des Personals. Lebendigkeit, meint Augstein, kommt auf die Weise nicht zustande.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren