Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Friedrich Nietzsche
Handschriften, Erstausgaben und Widmungsexemplare
Die Sammlung Rosenthal-Levy im Nietzsche-Haus in Sils Maria
Klappentext
Herausgegeben von Julia Rosenthal, Peter Andre Bloch und David Marc Hoffmann. Mit 230 farbigen Faksimiles, Handschriften und Noten.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.03.2010
Hartmut Böhme feiert enthusiastisch den Prachtband mit Faksimiles von Handschriften, Erstausgaben und Widmungsexemplaren Nietzsches aus der bedeutenden Sammlung des Ehepaares Rosenthal-Levy. Dabei räumt der Rezensent gleich ein, dass der "philologische Mehrwert" sich in Grenzen hält, sind die meisten Texte doch bereits anderswo publiziert. Was Böhme hier so bejubelt ist das "geradezu haptische" Erlebnis, das sich von ersten Handschriften des 14-jährigen Schülers Nietzsche bis zum berühmten "Wahnsinnszettel" aus der Irrenanstalt vom 1889 überträgt, wie er preist. Zudem liegt der Wert in seinen Augen auch darin, dass das durch die fälschenden Eingriffe der Schwester Nietzsches in die Texte des Philosophen erschütterte Vertrauen in die philologische Grundlage der Schriften wiederhergestellt wird, weil man nun die Originale mit den Editionen vergleichen kann. Schließlich aber stellt der "bildschöne" Band auch ein Denkmal für die Sammeltätigkeit und die großzügige Schenkung der Sammlung durch die Rosenthal-Levys an das Nietzsche-Haus in Sils Maria dar und bildet so ein Stück jüdischer Rezeptionsgeschichte ab, wie Böhme lobt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.08.2009
Hingerissen zeigt sich Rezensent Ludger Lütkehaus von diesem Band mit Handschriften, Erstausgaben und Widmungsexemplaren Friedrich Nietzsches aus der Sammlung Rosenthal-Levy. Die "so liebevoll wie schön gemachte" Dokumentation der oft ungedruckten, teils unbekannten Kernstücke dieser Sammlung wird den an Autografen interessierten Leser seines Erachtens zusätzlich motivieren, das Nietzsche-Haus in Sils Maria aufzusuchen, in dem sich die Sammlung heute befindet. Neben einem vierhändigen Klavierstück, einer "Monodie a deux. Lob der Barmherzigkeit", den Briefen an Louise Ott, Resa von Schirnhofer und Carl Fuchs hebt Lütkehaus besonders einen Zettel aus der Wahnsinnszeit Nietzsches hervor, für ihn ein "abgründiges, ein tief bewegendes Dokument". Erfreulich findet er auch, dass Maud und Albi Rosenthal-Levys "Betrachtungen über unsere Nietzsche-Sammlung" der Dokumentation vorangestellt sind. Sein Fazit: ein "Prachtband".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








