Das Alter nimmt einen immer größeren Platz in unserem Leben ein. Nicht selten dauert die Phase nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben heute zwanzig oder dreißig Jahre. Gleichzeitig ist das Altern für die meisten noch immer ein weitgehend unbekanntes Terrain: Wie verändert sich die Persönlichkeit im Alter? Wie gestaltet sich das Liebesleben jenseits der 65? Hängt es vom Zufall ab, ob man im Alter einsam wird? Und ist das Alter etwas, vor dem man sich fürchten muss, oder gibt es auch gute Gründe, sich darauf zu freuen? Der Journalist und Psychologe Mathias Irle ist diesen und anderen Fragen nachgegangen. Dafür hat er mit zahlreichen Wissenschaftlern, Ärzten, Psychologen, Experten und älteren Menschen selbst gesprochen und hat unterschiedliche Orte besucht, wo heute Leben im Alter stattfindet. Das Ergebnis? Viele Antworten. Und ein tiefer Einblick in das Leben älterer Menschen, der helfen kann, Entscheidungen für das eigene Alter rechtzeitig zu treffen, Entwicklungen richtig einzuordnen und beruhigter aufs eigene Älterwerden zu blicken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.08.2009
Rezensent Alexander Kissler hält nicht viel von diesem Ratgeber des Journalisten und Psychologen Mathias Irle. "Älterwerden für Anfänger" reihe viele Spezialisten- und Wissenschaftlermeinungen aneinander, und durch viel hochtrabendes "Wortgeklingel" und eine "Begriffsjonglage", die zwischen assimilativem und akkomodativem Modus unterscheidet, entstand für ihn ein "unangenehm fröstelnder Tonfall". Auch dass der Autor eine eher "zoologische Perspektive" auf sein Sujet einnehme fand Kissler eher unangenehm, gestattete sie ihm doch nur einen "Blick auf die Gitterstäbe im Seniorenpark" zu werfen. Und auch die Passagen über die Multimorbidität, über Lebenszufriedenheit und psychologisches Zielsystem waren dem Rezensenten zu sehr auf eine Leistungsethik ausgerichtet.
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