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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Magnus Enzensberger

Fortuna und Kalkül

Zwei mathematische Belustigungen

Cover: Fortuna und Kalkül

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN-10 3518260227
ISBN-13 9783518260227
Kartoniert, 71 Seiten, 10,00 EUR

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Klappentext

Hans Magnus Enzensberger folgt auf ebenso ernsthafte wie amüsante Weise der Geschichte der mathematischen Theorien, die uns Sicherheit und Glück verschaffen wollen: von der Gaußschen Normalverteilung bis zur Wettervorhersage, von der Versicherungsmathematik und der Prognose von Aktienkursen bis zur aktuellen global gescheiterten Risikovermeidung. Hier, aber auch bei Abenteuerreisen und den mathematisch berechenbaren Erfolgsaussichten der Partnersuche, ist und bleibt es prekär mit unserem Glück bestellt. Und wo schließlich der Begriff des Unendlichen ins Spiel kommt, zeigt auch die Mathematik metaphysische Mucken. In Gott sah Leibniz den größten aller Mathematiker, und Kurt Gödel, einer der bedeutendsten Mathematiker des 20. Jahrhunderts, hat sogar versucht, den im Mittelalter erdachten ontologischen Gottesbeweis mit Hilfe der Prädikatenlogik hieb- und stichfest zu machen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.11.2009

Von wegen Dichter scheuen die Mathematik wie der Teufel das Weihwasser - Andreas Zielcke bewundert hier einen, der sogar ein "höchst lesenswertes" Buch zum Thema geschrieben hat. Hans Magnus Enzensbergers neuer Wurf besticht laut Zielcke durch Sachverstand und ironische Distanz zugleich. Den Fluch des Gottvertrauens in die Mathematik, ihre metaphysischen Aspekte oder die Wahrscheinlichkeitstheorie und ihre Vertreter, all das bringt der Autor dem Rezensenten respektvoll skeptisch und mit Rücksicht auf den Kenntnisstand des Laien zu Gesicht. Und wundert sich ganz nach Art des Poeten, aber eines wissenden.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.08.2009

Gern hat Rezensent Ulrich Schnabel diese beiden Texte des Bandes über die Tücken der Wahrscheinlichkeitsrechnung gelesen, die er als weitere Beiträge zu den Vermittlungsbemühungen dieses Autors in Sachen Mathematik wertschätzt. Oft sieht er Hans Magnus Enzensbergers Witz durchblitzen, manchmal auch seine "elegante, mitunter schneidende Ironie". Trotzdem scheint dem Rezensenten mitunter nicht ganz klar, was ihm dieser Autor mit seinen Ausführungen eigentlich sagen will. Nichtsdestotrotz legt er das Büchlein allen Mathematikern ans Herz, die die hohe Kunst der populären Vermittlung ihres Gegenstandes erlernen wollen.

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