Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Maria Andreas. Der Aufbruch einer jungen Frau in unbekannte innere und äußere Welten 1903, in der Wildnis Montanas: Die 19-jährige Mary rennt nachts durch die Wälder. Sie befindet sich in einer ausweglosen Situation - sie hat kurz nach der Geburt ihr Kind verloren, ihren untreuen Ehemann erschossen und wird von seinen beiden gewalttätigen Brüdern gejagt. Getrieben von der Abscheu über ihre Tat und der Angst vor ihren Verfolgern, beginnt Mary eine abenteuerliche Flucht durch die Wildnis. Erst als sie am Rande der Erschöpfung von einem Einsiedler aufgelesen wird, weicht die Panik langsam einer neuer Zuversicht und einem Gefühl von Freiheit. Die preisgekrönte Autorin Gil Adamson erzählt virtuos, packend und in kraftvollen Bildern von dem Aufbruch einer jungen Frau in unbekannte innere und äußere Welten.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Gil Adamson: In weiter Ferne die Hunde - Lesebrobe beim C. Bertelsmann Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.08.2009
Sylvia Staude wundert sich etwas über die Auszeichnung, welche Gil Adamson für ihren neuen Roman "In weiter Ferne die Hunde" von einer kanadischen Krimivereinigung erhalten hat. Denn wie die Rezensentin konstatiert, handelt es sich hier weniger um einen Krimi als viel mehr um einen "Wildnis- und Abenteuerroman". Die Genreverwechslung beeinflusst Staude jedoch nicht weiter negativ, denn begeistert berichtet jene von den ersten Seiten, auf denen sie ohne Umschweife erfahren hat, dass eine junge Frau ihren Mann umgebracht hat. Warum, wieso, weshalb wird der Rezensentin dann im Verlauf der geschilderten Flucht in die Wildnis durch eine "großartige" handwerkliche Leistung vermittelt. Nach Meinung Staudes beschreibt die Autorin viele Extremsituationen und Naturerfahrungen, und das auch noch talentiert in "lakonischer" Würze. Nach dem Lesen des Romans ist Staude gefesselt von der mystischen Frau, die auch an "gebratenen Eichhörnchen knabbert". Und auch wenn die Rezensentin manche Passagen in der Mary Boulton Geschichte als veralterte Emanzipationversuche empfindet, hält sie es abschließend dennoch für wichtig, die "geistige Unabhängigkeit" dieser Witwe zu betonen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2009
Als "Ereignis" preist Rezensent Reinhard Helling diesen Debütroman der Kanadierin Gil Adamson, der in Kanada bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurde. Die Geschichte um eine junge Ehefrau, die im Affekt ihren groben Mann erschießt und vor dessen auf Rache sinnenden Brüdern in die Wildnis flieht, findet er großartig und packend erzählt. Der Roman zeichnet sich für ihn einerseits durch seine hohe Spannung, sein Tempo, seine perfekte Dramaturgie aus, andererseits durch seine Genauigkeit und seine wunderbar melodiöse Sprache, aus der Adamsons Erfahrung als Lyrikerin spricht. Auch die deutsche Übersetzung von Maria Andreas bedenkt er mit Lob.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








