Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Warlam Schalamow

Über Prosa

Essays

Cover: Über Prosa

Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2009
ISBN-10 3882216425
ISBN-13 9783882216424
Kartoniert, 144 Seiten, 12,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Gabriele Leupold. Nachwort von Jörg Drews. Um das Unerhörte der Lagererfahrung vermitteln zu können, entwickelte Warlam Schalamow eine einzigartige literarische Sprache. Er wollte den Leser hineinziehen in den Lageralltag und die Differenz zwischen Erlebtem und Erzähltem so gering wie möglich halten, um so nahe wie möglich an der Wahrheit zu bleiben: "Er wollte einzig authentische Literatur schaffen, eine paradoxe nicht-literarische Literatur, eine Anti-Literatur. Für das Unsagbare der Lagererfahrung sollte eine neue, unerhörte Schreibart entstehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.08.2009

Beeindruckt zeigt sich Hans-Peter Kunisch von diesen Band mit theoretischen Texten Warlam Schalamows. Der 1982 verstorbene Schriftsteller, der hierzulande durch seine "Erzählungen aus Kolyma" bekannt wurde, in denen er seine fast zwei Jahrzehnte dauernde Haft in Stalins Lagern literarisch verarbeitet hat, wird nach Ansicht des Rezensenten "zu oft" auf das Thema Lager reduziert. Insofern ist er sehr erfreut, Schalamows theoretischen Überlegungen vor allem zur Literatur lesen zu können. Viele Aspekte der theoretischen Aufzeichnungen findet Kunisch "besonders anschaulich" in Schalamows Briefen niedergeschrieben. Er hebt hier etwa das lange Schreiben an Solschenyzin hervor, dem Schalamow zu seinem Werk "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" gratuliert und ihn zugleich heftig kritisiert. Überrascht hat Kunisch, dass Schalamow seine Ideen von einer "neuen Prosa" von der Malerei herleitet. Mit Lob bedenkt er auch das Nachwort von Jörg Drews.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.07.2009

Dieser Autor hat in den Abgrund geblickt, meint Jürgen Verdofsky. Dass ein stalinistisches Lager zu überleben das eine ist, darüber zu schreiben jedoch ein ganz andere Sache, kann sich der Rezensent vorstellen. Wie den Verfall aller Werte und die Auflösung des Ichs beschreiben? Wie, wenn die Wahrheit der Form überlegen ist? Auf Verdofskys Fragen hat der noch kaum bekannte Warlam Schalamow in seinen Essays und Briefen "rigorose" Antworten parat, die dem Rezensenten die Grenzen der humanistischen russischen (Tolstoi-)Tradition und Moral aufzeigen. Als Brücke zu Schalamows lakonisch gefassten, schonungslos berichtenden Erzählungen erscheint der Band dem Rezensenten unentbehrlich.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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