Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Li Dawei

Love, Revolution und wie Kater Haohao nach Hollywood kam

Roman

Cover: Love, Revolution und wie Kater Haohao nach Hollywood kam

Albrecht Knaus Verlag, München 2009
ISBN-10 3813503364
ISBN-13 9783813503364
Gebunden, 317 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Anne Rademacher. Peking im Sommer 1989: Der namenlose Ich-Erzähler, ein Kunststudent, wird unfreiwillig in die Studentenunruhen hineingezogen. Er, dem jede Art von Kollektivismus suspekt ist und der sich lieber seinen Comics widmet, verliebt sich ausgerechnet in die Studentenführerin Little Kim. In dem Chaos, das nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens herrscht, findet er eine verstörte Katze und nimmt sie mit nach Hause. Little Kim dagegen bleibt verschwunden. Eines Abends beginnt die Katze zu sprechen: Haohao sei ihr Name, und sie eröffnet ihrem verblüfften Gefährten, dass sie eine Karriere als amerikanischer Comicstar a la Garfield anstrebe.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Li Dawei: Love, Revolution und wie Kater Haohao nach Hollywood kam - Leseprobe beim Knaus Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2010

Unzufrieden zeigt sich Kolja Mensing angesichts Li Dawais illustrierten Romans, wirkt er auf ihn doch vor allem zusammengestückelt und überfrachtet. Der chinesische Autor, der seit 2001 im amerikanischen Exil lebt, beschreibt darin nicht nur die Geschichte seines gleichnamigen Doppelgängers, der knapp dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 entgeht. Mit einer sprechenden Katze, die im Verlauf des Romans nach Hollywood geht, um dort Trickfilmstar zu werden, wandelt sich das Buch zudem unversehens von einem ironisch gebrochenen Bild der "Generation von 1989" in eine "bizarre Tierfabel", die mit den Schwarzweiß-Illustrationen des Künstlers Sheng Tao auch noch in die trendige Kerbe der Graphic Novel schlagen will, wie der Rezensent mutmaßt. Zu vertrackt konstruiert, mäkelt Mensing, der es zudem irritierend findet, dass der Roman zuerst auf Deutsch erscheint. Dass er dem Autor dabei vorwirft, nicht die Sprache seiner Erstpublikation zu beherrschen, mutet allerdings etwas seltsam an.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.07.2009

Dieser Roman des 1963 in Peking geborenen Li Dawei könnte so kurzweilig und erhellend sein, seufzt Burkhard Müller. Streckenweise hat er sich mit der Geschichte um den Studenten Dawei, dem es eigentlich hauptsächlich darum geht, eine gewisse Kim ins Bett zu kriegen und der in den Strudel der politischen Ereignisse von 1989 gerät, auch tatsächlich amüsiert. Und der Roman hat ihm die Augen geöffnet, was die jungen Leute, die sich auf dem Platz des himmlischen Friedens für mehr Demokratie engagierten, bewegte, auch wenn er überrascht ist, wie wenig offensichtlich gedacht wurde. Das Ganze wird für ihn aber durch einen "ausgesprochen infantilen Zug", der sich in einem sprechenden Kater manifestiert, der der Hauptfigur zuläuft, ruiniert und auch die Entscheidung, Comics in den Roman zu integrieren, die Müller zudem öde gezeichnet und blöd erzählt findet, tragen zu seiner Enttäuschung bei.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren