Bücherschau der Woche
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Charles Baudelaire
Les Fleurs du Mal - Die Blumen des Bösen, 4 CDs
Klappentext
4 CDs, 275 Minuten. Sprecher: Christian Brückner. Übersetzung: Friedhelm Kemp. In seiner Gedichtsammlung "Die Blumen des Bösen" erhebt Charles Baudelaire das Hässliche zu einer ästhetischen Kategorie: die Anonymität der Großstadt, Prostitution, Alkohol und Drogen, das Elend der armen Leute, die Ambivalenz der Liebe. In Wirkung und künstlerischem Rang stehen "Les Fleurs du Mal" neben den anderen großen Gedicht-Zyklen der Weltliteratur, dem "Canzoniere" Petrarcas, den Sonetten Shakespeares oder dem "West-Östlichen Diwan" Goethes. Das Hörbuch enthält die Gedichte der zweiten Ausgabe von 1862 und die "Verurteilten Gedichte" der Erstausgabe von 1857.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2009
Hier haben drei zueinander gefunden, die zueinander gehören. Der eine ist, natürlich, Charles Baudelaire selbst, der der Großstadt Paris, dem Urbanen, gerade in seiner Ablehnung des Blitzblanken und Neuen als erster die richtige Sprache zu geben verstand. Der zweite ist Friedhelm Kemp, der Übersetzer, der darauf beharrt, dass diese Gedichte ihr Wesentliches am ehesten zu bewahren vermögen, wenn man sie nicht in deutsche Verse, sondern in Prosa übersetzt. Der dritte ist Christian Brückner, der Kemps deutsche Baudelaire-Übersetzung hier liest und den "hohen Ton", das "Pathos", aber auch den "Rhythmus" der Gedichte weniger bewahrt als durch seine Kunst erst so recht herausbringt. Der vierte im Bunde, der Rezensent Wolfgang Schneider, kann dem fünften, der Leserschaft, nur dringendst zum Anschaffen und Anhören raten.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








