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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michal Zamir

Die Siedlung

Roman

Cover: Die Siedlung

Atrium Verlag, Atrium 2009
ISBN-10 3855358257
ISBN-13 9783855358250
Gebunden, 221 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Eine Wohnsiedlung am Rande Tel Avivs: Einst für die militärische Elite des Landes erbaut, stehen die Häuser des Quartiers heute auf teurem Grund. Der Immobilienmakler Gabi Chayek zieht alle Register, um den alteingesessenen Besitzern ihren Boden abzujagen - und entfesselt damit Kräfte, die schon bald außer Kontrolle geraten, während er selbst sein Heil in einer heillosen Affäre sucht. Wie unter einem Brennglas zeigt Michal Zamir anhand der Schicksale der Bewohner eines Viertels in Tel Aviv den Status quo ihres von Widersprüchen geprägten Landes: radikal, bewegend und mit einem bissigen Humor.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.07.2009

Als eine fast zärtliche Liebeserklärung an den Ort ihrer Kindheit hat Rezensentin Annabel Wahba den neuen Roman der israelischen Schriftstellerin Michal Zamir gelesen, der Tochter von Golda Meirs Geheimdienstchefs. Das überrascht die Rezensentin insofern, als Zamirs letzter Roman eine Abrechnung mit der israelischen Armee gewesen war. Bei der beschriebenen Siedlung handele es sich um einen Ort, wo die alt und machtlos gewordene Gründer- und Militärelite Israels lebt, deren Grundstücke nun von einer jungen Wirtschaftselite begehrt würden. Dabei sei das Buch sehr persönlich, fast brav ausgefallen, bedauert die Rezensentin ein wenig. Auch wenn sie äußert beeindruckt vom tiefen Einblick ist, den dieses Buch mit der Dokumentation des Endes einer Epoche gewährt: auf den Abschied von der Gründergeneration des Staates Israel, mit der gleichzeitig die Ideale dahin gingen und nichts als der Glaube ans Geld übrig bliebe.

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